Kranzniederlegung am 17. Februar 2011  aus Anlass des 120. Todestages   

Freiherr Theophilus von Hansen

Die Österreichisch Dänische Gesellschaft organisierte eine kleine Feier zum Gedenken an den großen dänischen Architekten und Ehrenbürger der Stadt Wien, Freiherrn Theophilus von Hansen. Präsident F. Haberhauer durfte am Grab dieses unvergesslichen Dänen viele Ehrengäste begrüßen. Seine Exzellenz der königlich-dänische Botschafter Herr Torben Brylle, Parlamentsdirektor Dr. Georg Posch, Stadtrat Dr. Michael Ludwig und die Vizepräsidentin des Zentralverbandes der Architekten würdigten in ihren Reden die großartigen und unvergesslichen Leistungen Theophil Hansens.

Vertreter der Österreichisch-Tschechischen und der Österreichisch-Griechischen Gesellschaft, sowie die Direktorin der H.C. Andersen Volksschule Frau Michaela Weihs und viele Mitglieder unserer Gesellschaft nahmen an diesem Festakt teil.

Eine Abordnung des Gardebataillons des Österreichischen Bundesheeres zeichnete für den musikalischen Rahmen und eine würdige Kranzniederlegung, wofür wir dem Militärkommando Wien sehr dankbar sind.

       Präsident Franz Haberhauer begrüßt die Gäste

         In netten Worten würdigt SE Botschafter Torben Brylle seinen dänischen Landsmann.

          Die Vizepräsidentin des Zentralverbands der Architekten

         Frau Prof. DI Maria Auböck erwähnte in ihrer Rede die großartigen Werke Hansens
       Parlamentsdirektor Hr. Dr. Georg Posch ließ unter anderem nicht

       unerwähnt, dass er das Privileg hat, sogar in den Räumen eines der  wichtigsten Gebäuden,

        die Hansen in Wien gebaut hat, arbeiten zu dürfen.

        Stadtrat Herr Dr. Michael Ludwig erwähnte, dass es für Wien ein sehr  großer Glücksfall war,

       dass es diesen wunderbaren dänischen  Architekten nach Wien geführt hat.

       Undenkbar wie das Stadtbild ohne diese großartigen Bauten aussehen würde

       und dankte der Österreichisch-Dänischen Gesellschaft für die Initiative zu diesem Gedenktag.

Gardemusik und Ehrengarde gaben diesem Festakt eine besondere Note.
    

 

                  

  In der Zeitung  "Heute" war am 7. Dezember 2010 folgender Artikel zu finden:

 

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Auszug aus der Festschrift anläßlich 50 Jahre dänische Gemeinschaft in Österreich:

 

 Die DÄNISCHE GEMEINSCHAFT in ÖSTERREICH  -  24. November 1960  -  Det DANSKE SAMFUND I ØSTRIG

 

50 J A H R E

                                      

ÖSTERREICHISCH DÄNISCHE GESELLSCHAFT  - 24. November 2010  -  ØSTRIGSK DANSK SELSKAB

im   Dachverband Partner aller Nationen – PaN

 

Vorwort

von  Franz Haberhauer, Präsident der Österreichisch Dänischen Gesellschaft

Im November 1960 setzten sich - nach längeren Vorgesprächen - mehrere Personen aus Dänemark und Österreich an einen Tisch und besprachen die letzten Details zur Realisierung eines lang gehegten Wunsches. Der zündende Funke entsprang bereits im September 1959.  Anlässlich des 40jährigen Jubiläums der Aktion „Wiener Kinder“, wo viele dänische Pflegeeltern „ihre Kinder“ in Wien besuchten. Die Stadt Wien öffnete das Wiener Rathaus und bereitete einen festlichen Empfang für diese wunderbaren dänischen Menschen. Bei vielen Gesprächen keimte immer wieder der Wunsch auf, eine Vereinigung zu schaffen, wo man immer wieder die dänischen Erinnerungen bewahren, Freundschaften und das Verständnis der jeweiligen Kultur erweitern konnte.

  Wohl existierte bereits in den Jahren von 1921 bis 1938 eine Vereinigung, die „Den Danske Klub“ hieß. Viele ehemalige „Wiener Kinder“ (nach dem 1. Weltkrieg) pflegten hier ihre Kontakte und ihre Liebe zu Dänemark. Durch die Wirren des 2. Weltkriegs war danach vieles nicht mehr wie früher. Wohl konnten die Aktion „Wienerbørn” im April 1948 wieder aufgenommen werden, doch mehr war zunächst nicht möglich. Der dänische Gesandte Jens Christensen, der dänische Geschäftsmann Henrik Bonde Henriksen, der österreichische Journalist Alois Brunnthaler und einige der ehemaligen „Wienerkinder“ waren in der Folge am 24. November 1960 die Gründer von Det Danske Samfund i Østrig“. Als erster Präsident wurde Henrik Bonde Henriksen gewählt. Bei der ersten Generalversammlung im März 1961 wählte man Direktor Aage Bandsholm zum Präsidenten. Freddy V. Iversen war jener Präsident, der unsere Gesellschaft mehr als 30 Jahre führte. Er leitete davor bereits einen Jugendklub im Rahmen der Gesellschaft. Bei der Generalversammlung im März 2008 wurde der Name auf „Österreichisch Dänische Gesellschaft“ geändert und damit der heutigen Zeit angepasst. Im Laufe der Jahre wurde die Zusammenarbeit mit der Dachorganisation Partner aller Nationen (PaN) immer enger. Heute sind viele Dänen; die in Wien leben, neben den Wienerkindern der zweiten Generation und vielen Freunden Dänemarks, Mitglieder in unserer Gesellschaft.

 Es ist für mich nicht nur eine große Ehre, für diese Gesellschaft arbeiten zu dürfen, sondern auch eine Herzensangelegenheit. Damit kann ich einen kleinen Dank an meine geliebte zweite Heimat Dänemark als „Wienerbarn” leisten. Auf diesem Weg möchte ich allen danken, die mitgeholfen haben, unsere Gesellschaft aktiv am Leben zu erhalten. Ich wünsche mir, dass wir noch viele Jubiläen begehen können und diese Arbeit im Sinne der Freundschaft der Völker und des Friedens auf unserem schönen Planeten viele Jahrzehnte weiter führen dürfen.

 

 

Der Bundespräsident

Dr. Heinz Fischer

 Ich freue mich, aus Anlass des 50jährigen Gründungsjubiläums der Österreichisch Dänischen Gesellschaft meine Gratulation und meinen Dank für ihre langjährige erfolgreiche Tätigkeit übermitteln zu können.

Es ist mir aber auch ein Anliegen, anlässlich des schönen Jubiläums in die Geschichte zurückzuschauen und an die große dänische Hilfsbereitschaft für österreichische Kinder in den Nachkriegsjahren zwischen 1919 und 1937 sowie 1948 und 1952 zu erinnern. Humanitärer Beistand und tatkräftiges Mitgefühl verjähren nicht. Auch wenn das Ende des Ersten bzw. des Zweiten Weltkriegs mit materieller Not sowie schweren physischen und psychischen Schäden schon  einige Jahrzehnte zurückliegt, so ist die Erinnerung an die „Dänen-Hilfe“ in der österreichischen Bevölkerung nicht erloschen. Im Gegenteil. viele Mitglieder der Österreichisch Dänischen Gesellschaft kamen als Kinder selbst in den Genuss des humanitären Beistands und der Hilfsbereitschaft. Diese Erfahrung hat sich unauslöschlich in ihr Gedächtnis und in ihren Lebenslauf eingeprägt.

 Als Bundespräsident möchte ich im Rahmen dieser Festschrift dankbar an alle jene erinnern, die sich in den schwierigen Jahres nach den beiden Weltkriegen über Feindschaft und schlimme Erinnerungen hinweggesetzt haben, um die dringend notwendige Unterstützung für österreichische Kinder anzubieten und zu geben.

 In diesem Sinn wünsche ich der Österreichisch Dänischen Gesellschaft eine schöne gemeinsame Erinnerung. Ich bin sicher, dass die Freundschaft auch im Sinne einer gemeinsamen europäischen Zukunft weiterhin so engagiert und erfolgreich gepflegt wird wie in den vergangenen 50 Jahren.

 Dafür sende ich der Österreichisch Dänischen Gesellschaft meine besten Wünsche!

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Die Präsidenten seit der Gründung der Gesellschaft

Gründungspräsident:

24.11.1960 - 03.1961            Henrik Bonde HENRIKSEN

 03.1961 - 03.1965                 Dir. Aage BRANDSHOLM

03.1965 - 03.1970                  Erik ANDERSEN

03. 1970 - 03. 1971                Freddy V. IVERSEN      

03. 1971 - 01. 1973                Dr. Joseph SIMON 

03. 1973 - 03. 1975                Erik ANDERSEN

03. 1975 - 29.06.2004           Freddy V. IVERSEN

29.06.2004 - 16.03.2005       Franz HABERHAUER

16.03.2005 - 24.03.2010       Ingrid HAIMBÖCK

16.03.2005 - 24.03.2010       Franz HABERHAUER, Geschäftsführender Präsident

seit

24.03.2010                              Ingrid HAIMBÖCK, Ehrenpräsidentin

24.03.2010                             Franz HABERHAUER      

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Grußworte

     von Jens Christensen

     Dänischer Botschafter iR, Gründungsmitglied

  

I september 1959 fejrede vi 40-året for den dansk Wienerbørn-aktion efter 1. verdenskrig med et stort og succesfuldt dansk-østrigsk træf i Wien. I forlængelse heraf begyndte overvejelserne om dannelse af et østrigsk/dansk samfund. Nogle tvivlede på at der ville være tilstrækkelig tilslutning, men flere var overbevist om at det ville  kunne lade sig gøre.

 

Nu, 50 år efter må alle vel erkende, at tanken var rigtig, og at der med oprettelsen af ”Dansk Samfund” i november 1960 blev skabt en levedygtig ramme om det østrigsk–danske sammenhold.  

Jeg synes, at der ved denne lejlighed er særlig grund til at rette en stor tak til selskabets bestyrelse og formand igennem de mange år, lige fra Barbara Kauders, der vel må betegnes som selskabets grundlægger til Franz Haberhauer, der i dag på bedste måde vidrerefører selskabs traditioner.

 

Tillad mig samtidig at sende en personlig tak for de år, jeg har samarbejdet med selskabet og dets medlemskreds og udtrykke de bedste ønsker for Østrigsk -Dansk Selskabs fremtid.

 

Übersetzung:

Im September 1959 feierten wir 40 Jahre dänische Wienerkinderaktion nach dem 1. Welt-rieg mit einem großen und erfolgreichen dänisch-österreichischem Treffen in Wien. In Verlängerung davon begannen Überlegungen, eine österreichisch-dänische Gemeinschaft ins Leben zu rufen. Manche zweifelten daran, dass es ausreichend Zusammenschluss gäbe, doch die meisten waren überzeugt, dass sich so eine Gemeinschaft gründen ließe.

Nun, 50 Jahre später müssen wohl alle erkennen, dass diese Gedanken richtig waren eine österreichisch-dänische Gemeinschaft zu gründen. Im November 1960 wurde ein Rahmen für einen lebenstüchtigen österreichisch dänischen Zusammenhalt geschaffen.

 Ich glaube, bei dieser Gelegenheit ist es ein besonderer Grund um einen großen Dank zu richten an den Vorstand und an den Obmann, durch die vielen Jahre seit Frau Barbara Kauders, die man wohl als die Gründerin der Gesellschaft, bis Franz Haberhauer, der heute in bester Weise die Traditionen der Gesellschaft weiterführt.

Erlaube mir gleichzeitig einen persönlichen Dank zu senden, für die Jahre, die ich mit der Gesellschaft und deren Mitglieder zusammen gearbeitet habe und möchte die besten Wünsche für die Zukunft der Österreichisch Dänische Gesellschaft zum Ausdruck bringen.

 

 

 

        von Dr. Michael Spindelegger

     Bundesminister für europäische und internationale Angelegenheiten

 

Es ist mir eine Freude, Ihnen anläßlich des 50-jährigen Bestehens der Österreichisch Dänischen Gesellschaft ein Grußwort zu übermitteln.

Die Beziehungen zwischen Österreich und Dänemark sind vielfältig und reichen bereits lange zurück. Neben den Verbindungen des Hauses Mozart zu Kopenhagen, der Bedeutung des Märchenerzählers H.C. Andersen, sowie dem Einfluß des Architekten Theophil Hansen auf das Wiener Stadtbild sind die heutigen Beziehungen geprägt von einem wachsenden Interesse im Tourismus und in der Wirtschaft. Zudem besteht ein reger Austausch an Wissen und eine steigende Mobilität besonders von der Jugend aufgrund des Studentenaustausch-Programms ERASMUS der Europäischen Union.

 Anläßlich des Jubiläums Ihrer Gesellschaft danke ich den Mitgliedern, die all die Jahre an der hervorragenden und erfolgreichen Arbeit der Gesellschaft mitgewirkt und so wesentlich zur Vertiefung der Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern beigetragen haben.

 Ich wünsche der Österreichisch Dänischen Gesellschaft für ihre Tätigkeit weiterhin alles Gute und hoffe, dass sie auch in Zukunft ihre Arbeit auf so engagierte Art und Weise fortsetzen wird.

 

 

 

     von Dr. Erwin Kubesch

     Österreichischer Botschafter in Slowenien

Es ist für mich eine aufrichtige Freude, der Österreichisch Dänischen Gesellschaft zum 50. Grün-dungsjubiläum meine herzlichen Glückwünsche zu übersenden. Als ehemaliger österreichischer Bot-schafter im Königreich Dänemark und ehemaliger Vizepräsident des“ Dachverbands aller öster-reichisch ausländischen Gesellschaften – PaN“ bin ich von der Bedeutung dieser bilateralen Gesell-schaft für die Ergänzung und Vertiefung der ausgezeichneten offiziellen Beziehungen zwischen Däne-mark und Österreich überzeugt. Dänen und Österreicher erscheinen einander zunächst ein wenig fremd, sie wissen nicht allzu viel voneinander. Die wertvollen Eigenschaften vieler Menschen in Däne-mark erfasst man erst bei näherem Kennenlernen – daraus können große gegenseitige Wert-schätzung und treue Freundschaften entstehen. Für diese persönliche Erfahrung bin ich sehr dankbar.

Aus Anlass des „runden“ Geburtstags der Österreichisch Dänischen Gesellschaft ist es wohl ange-zeigt, der großen Persönlichkeit des Initiators der Erholungsaufenthalte für viele Tausende hungernde „Wienerbørn“ in Dänemark nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg, des dänischen Rechtsanwalts Sigurd Jacobsen in Ehrfurcht und Dankbarkeit zu gedenken. Die Gründung von „Det Danske Samfund i Østrig“ im Jahre 1960 ist sicherlich auch vor dem Hintergrund dieser vorbildlich humanitären Aktion, der „Dänenhilfe“, erfolgt. Auf diesem tragfähigen, Menschen verbindenden Fundament sollen Freund-schaften gepflegt und neue Verbindungen geknüpft werden. Viele Mitglieder der Vereinigung waren ehemalige „Wienerkinder“, für die Dänemark damals zu einer zweiten Heimat geworden war und die ihre dänischen Pflegeeltern und ihre Freunde aus unbeschwerten Kindertagen nie vergessen hatten.

Heute zählt die Österreichisch Dänische Gesellschaft unter der Leitung ihres engagierten Präsidenten Franz Haberhauer – selbst ein ehemaliges „Wienerkind“  mit tiefer Verbundenheit zu Dänemark – wohl zu den aktivsten Vereinigungen im Rahmen des Dachverbandes PaN, Ihr dichtes Veranstaltungs-programm ist vielfältig und beeindruckend.

In diesem Sinn wünsche ich der Österreichisch Dänischen Gesellschaft weiterhin alles Gute, Freude und Erfolg für ihr verdienstvolles Wirken – ad multos annos.

 

 

 

     von Torben Mailand Christensen

Sehr geehrte Frau Ehrenpräsidentin!

Sehr geehrter Herr Präsident!

Liebe Mitglieder der Österreichisch Dänischen Gesellschaft!

 

Det østrigsk dansk Selskab er noget ganske enestående også i forhold til andre venskabsforeninger. Det skyldes den særlige baggrund med "Wienerbørnene", der har skabt et meget personligt engagement, der præger Selskabet og dets arrangementer på en yderst positiv måde.

 

I mine år i Wien som dansk ambassadør 2001-2005 var Selskabet meget aktivt med en række store og velbesøgte aktiviteter, der omfattede mange myndigheder, institutioner og enkeltpersoner. Den drivende kraft og det bærende element var hver gang ledelsens og medlemmernes store personlige engagement. Ambassaden deltog gerne og bidrog bedst muligt, men det var Selskabets initiativ og indsats, der sikrede det gode resultat.

 

Der er - og har længe været - mange gode og alsidige forbindelser mellem Østrig og Danmark. Som medlemmer af Den europæiske Union har vi et nært samarbejde som partnere. Det er til gensidig fordel og bidrager meget til det mellemfolkelige samarbejde, der er så vigtigt i vor globaliserede verden. Det østrigsk dansk Selskab yder et værdifuldt supplement til det mere officielle samarbejde. Og medlemmernes personlige indsats og engagement giver det et meget menneskeligt præg i den bedste betydning heraf.

 

Der er derfor god grund til at lykønske Det østrigsk dansk Selskab med 50-års jubilæet og samtigt takke ledelsen og medlemmerne for en stor og værdifuld indsats i de forløbne år.

 

Held og lykke med de kommende år.

  Übersetzung:

Die Österreichisch Dänische Gesellschaft ist etwas ganz einzig Artiges auch im Vergleich zu den anderen Freundschaftsgesellschaften. Dies ist zurückzuführen auf den besonderen Hintergrund mit den „Wienerkindern“, der ein sehr persönliches Engagement geschafft hat. Dies prägt die Gesellschaft und deren Veranstaltungen auf eine äußerst besondere Weise.

 

In meinen Jahren in Wien als dänischer Botschafter 2001 – 2005 war die Gesellschaft sehr aktiv mit einer Reihe von großen und gut besuchten Veranstaltungen, die auch Behörden, Institutionen und Einzelpersonen umfasste. Die treibende und tragende Kraft war jedes Mal das große und persönliche Engagement der Leitung und der Mitglieder. Die Botschaft nahm gerne daran teil und versuchte das Bestmögliche beizutragen. Doch es war die Initiative und der Einsatz der Gesellschaft der ein gutes Resultat sicherte.

 

Es gibt - und das währt schon lange – viele gute und vielseitige Verbindungen zwischen Österreich und Dänemark. Als Mitglieder der Europäischen Union haben wir eine enge Zusammenarbeit als Partner. Dies ist zu beidseitigem Vorteil und trägt sehr zur zwischenmenschlichen Zusammenarbeit bei, das so wichtig ist in unserer globalisierten Welt. Die Österreichisch Dänische Gesellschaft leistet eine wertvolle Ergänzung zu der mehr öffentlichen Zusammenarbeit. Der persönliche Einsatz der Mitglieder und deren Engagement gibt dem eine sehr menschliche Prägung in der besten Bedeutung darauf. 

 

Es ist daher ein guter Grund der Österreichisch Dänischen Gesellschaft zum 50-Jahr-Jubiläum zu gratulieren und gleichzeitig der Leitung und den Mitgliedern zu danken für den großen und wertvollen Einsatz in den vergangenen Jahren.

 

Erfolg und Glück für die kommenden Jahre.

  

 

     von Morten Kjærum

     Direktor der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte

 

 ”Wien die heimliche Hauptstadt in Europa” so lautet eine Überschrift in der Tageszeitung POLITIKEN im Sommer 2010. In diesem Artikel wird beschrieben wie die Dänen Österreich nicht kennen außer Schiferien oder Sommerurlaub in Tirol. Ob eine österreichische Zeitung das gleiche über Kopenhagen schreiben würde?

 

Die Österreichisch Dänische Gesellschaft ist so wichtig, weil diese Gesellschaft dazu beitragen kann, dass Wien nicht heimlich für die Dänen bleibt und mehr Österreicher dazu kommen, die dänischen Cafe’s und vielleicht auch die moderne nordische Küche kennen lernen. Beide Länder haben so unglaublich viel zu bieten und so haben diese beiden relativ kleinen Staaten in Europa, doch auch viele gemeinsame Interessen.

 

Wenn man, so wie ich arbeitet mit Menschenrechten und gleichzeitig macht dies im Zusammenhang mit der EU, wird man auch stark überzeugt davon, wie entscheidend es ist, dass wir zwischenmenschliche Organisationen haben. Die dazu mitwirken, dass jederzeit Bekanntschaft und Freundschaft unter der Bevölkerung Europas. EU und Menschenrechte hat dies gemeinsam und beide Teile handeln um eine friedliche Entwicklung zu schaffen die auf Respekt für das einzelne Individuum und Respekt für unsere Vielfältigkeit baut. Aber wie wir alle nur allzu gut wissen in Europa, so kommt dies nicht von alleine. Wie die Liebe, so sollen die Menschenrechte und die friedliche Entwicklung jeden Tag gewinnen.

 

Die Österreichisch Dänische Gesellschaft, so wie ich sie unter Franz Haberhauers tüchtiger und engagierten Präsidentschaft kennen gelernt habe, ist eben so eine Organisation um ein stärkeres Band zwischen den Menschen in Europa zu knüpfen. Die Gesellschaft feiert ihr 50jähriges Jubiläum mit großem Verdienst, da sie eine einzigartige Arbeit geleistet hat. Ich habe an einigen Veranstaltungen teilgenommen und hier war jederzeit eine gute Atmosphäre und ein gemütlicher Dialog kreuz und quer.

 

Wenn Menschen das 50ste Lebensjahr erreicht haben, erwartet man nicht, dass sie weitere 50 Jahre erleben. Aber was ist mit der Österreichisch Dänischen Gesellschaft? Braucht man diese noch in 50 Jahren? Werden unsere Kinder und deren Freunde das 100jährige Jubiläum feiern? Können wir uns nicht einfach treffen auf facebook, twitter und andere Plattformen im Netz? Können wir uns nicht einfach zufällig in einem Kaffee, am Flughafen, am Strand oder an anderen Orten treffen? Ja, das sollen wir auch, aber dies kann keine Gesellschaft ablösen, die sehr fokussiert mit den zwischenmenschlichen Relationen arbeitet auf der viel näheren Ebene.

 

Das ist es, dass auf längere Sicht dazu beiträgt zu einem tieferen Verständnis für einander, auch wenn wir gleich  sind und doch verschieden. Ein Treffen auf facebook kann sehr flüchtig sein, ohne Spuren zu hinterlassen, wo aber ein gutes Gespräch in der Gesellschaft uns für lange Zeit prägen kann.

 

Schlussendlich kann ein Treffen in der Gesellschaft auch unterstreichen wie klein unsere Welt in Wirklichkeit ist. Als mich Franz Haberhauer seiner süßen Ehefrau vorstellte, stellte sich sehr rasch heraus, dass sie die kleine Schwester meines alten Schulkameraden in Århus ist und mein bester Freund wohnt in dem Haus, wo sie ihre Kindheit verbrachte. „So geht`s auf dieser Welt.

 

Ich wünsche der Österreichisch Dänischen Gesellschaft alles Gute zum Jubiläum und nur das Beste für die nächsten vielen Jahre. Es wird immer Gebrauch für Engagement im Zwischenmenschlichen sein und wie Politikens Überschrift unterstreicht selbst zwischen zwei Ländern, die so nahe beisammen sind.

 

 

 

     von Dr. Michael Häupl

     Bürgermeister und Landeshauptmann von Wien

 

Sehr verehrte Mitglieder der Österreichisch Dänischen Gesellschaft!

 

 Als Freund/innen des kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Austauschs feiern Sie dieses Jahr das 50jährigeBestandsjubiläum der Österreichisch Dänischen Gesellschaft (ÖDG). Diese Institution hat sich im Laufe der vergangenen fünf Jahrzehnte bei der Pflege freundschaftlicher Beziehungen zweier auf den ersten Blick recht verschiedener Länder hervorgetan. Und doch haben historische Ereignisse wie Persönlichkeiten die Geschicke Österreichs und Dänemarks enger aneinander geknüpft als man dies zunächst vermuten würde.

 

War das 19. Jahrhundert noch von konfliktreichen Aufeinandertreffen geprägt, die oftmals auf den diplomatischen Parketten in Österreichs Hauptstadt Behandlung fanden – es sei beispielhaft an den bis 1815 tagenden Wiener Kongress oder den Frieden von Wien im Jahre 1864 erinnert – so besserten sich die österreichisch-dänischen Beziehungen im 20. Jahrhundert rapide. Von Dänemarks Evakuierung österreichisch-ungarischer Kriegsgefangener aus Russland 1917 - 1919 bis hin zur Beteiligung an einem gemeinsamen Europa nach dem Zweiten Weltkrieg erzählt uns die Geschichte von einer kontinuierlichen Annäherung. Dabei darf jedoch nicht in Vergessenheit geraten, dass die nationalsozialistische Herrschaft ab April 1940 auch Dänemark zu verschlingen drohte.

 

Ein Blick auf die Gründungsmitglieder der ÖDG verdeutlicht den Gehalt dieser stetig auflebenden österreichisch-dänischen Freundschaft in besonderem Maße. Denn sowohl nach dem Ersten als auch nach dem Zweiten Weltkrieg genossen sogenannte „Wienerbørn“ – also tausende Hunger leidende Wiener Kinder – Erholungsaufenthalte in Dänemark. Bekanntlich geht dieser humanitäre Glanzpunkt auf eine Initiative des dänischen Rechtsanwalts Sigurd Jacobsen zurück. Eine Büste des Wiener Bildhauers Paul Peschke vor dem Kindergarten Reinprechtsdorfer Straße soll unserer Wertschätzung dieser unvergesslichen Persönlichkeit Ausdruck verleihen.

 

Wiener Straßen- und Gebäudenamen wie etwa die Dänenstraße oder der Kopenhagen-Hof hingegen erinnern an die zahlreichen dänischen Pflegeeltern und Gastgeber/innen. Deren Edelmut kann angesichts des geschichtlichen Hintergrunds nicht hoch genug eingeschätzt werden, haben doch deutsche Aggressoren Dänemark im Zuge beider Weltkriege unter Druck gesetzt. Im Jahre 1940 besetzten Truppen des III. Reiches sogar das Land. Indes fand die Praxis der Überführung von notleidenden Jugendlichen in Österreich mit den

 

„Kinderlandverschickungen“ auch während des Zweiten Weltkriegs eine Entsprechung. Dass trotz alledem internationale Freundschaften und mitunter auch Partnerschaften und Familien aus der Initiative Jacobsens erwachsen sind, beeindruckt mich als Mensch wie als Landeshauptmann von Wien zutiefst. Die so geknüpften Bande mündeten schließlich 1960 in der Gründung dieser für die kulturellen Beziehungen unserer beiden Länder so wichtigen Freundschaftsgesellschaft. Der bis 1938 bestehende „Den Danske Klub“ hatte endlich seine Nachfolge gefunden. Dänische Künstler wie Max Hansen und Helge Rosvaenge hatten ja schon in der Zwischenkriegszeit Triumphe auf Wiens Bühnen gefeiert. Dazu schenkte der Architekt Theophil Edvard Freiherr von Hansen dem jungen Österreich mit dem Parlamentsbau sein demokratisches Gesicht.

 

Heute leben knapp eintausend Däninnen und Dänen in Österreich und rund 1.300 österreichische Staatsangehörige in Dänemark. Zudem besuchen jährlich mehr als 300.000 dänische Touristinnen und Touristen unser Land. Viele davon dürfen wir in Wien willkommen heißen. Seit 1995 bauen Dänemark und Österreich gemeinsam „ein Europa“ und die knapp 1.000 Kilometer nach Kopenhagen können mittlerweile auf dem Landweg via Brücke über den Großen Belt oder in einer knappen Flugstunde bequem überwunden werden. All das macht uns zu „gefühlten Nachbarn“ und zu echten europäischen Partnern.

 

Als Bürgermeister der Stadt Wien ist es mir daher eine besondere Freude, meine Hochachtung für das Wirken der Österreichisch Dänischen Gesellschaft und das Engagement ihrer Mitglieder zum Ausdruck bringen zu dürfen. Auf dass sich die österreichisch-dänische Freundschaft im 21. Jahrhundert weiter vertiefen möge!

 

 

  

     von Hugo Østergaard-Andersen

     Dänischer Botschafter in Wien (2007 bis 2010)

 

Der Erste Weltkrieg führte zwar nicht zu unmittelbarer Bedrohung Wiens, jedoch zu einer verheerenden Versorgungskrise. Wien hungerte und fror damals unvorstellbar. Der dänische Rechtsanwalt Sigurd Jacobsen (1882-1948), der während einer Reise nach Wien die Not der Wiener Kinder gesehen hatte, setzte sich für eine Hilfsaktion ein. In Dänemark gab es an Lebensmitteln alles was man sich wünschen konnte – und viel mehr noch dazu. Dänemark war neutral gewesen und daher unbehelligt durch den Krieg gekommen. Alles wurde völlig privat von Freiwilligen organisiert. Es gab weder von Dänemark noch von Österreich öffentliche Zuschüsse.

 

Trotzdem gelang es, im Laufe von sechs Jahren rund 25.000 Kinderreisen nach Dänemark zu organisieren. Die Lage nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges war sehr ähnlich. Wieder hungerte Wien. Dank der alten Beziehungen zu den dänischen Pflegeeltern konnten in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg rund 15.000 Kinderreisen nach Dänemark organisiert werden. In Wien war die Trennung von Eltern und Kindern schwer, aber notwendig. In Dänemark sind die Kinder zu Familien gekommen, die oft kein oder nur wenig Deutsch sprachen. Schnell haben sich die Kinder in die neuen Verhältnisse eingelebt, dänisch gelernt, sich erholt, neue Freunde kennengelernt, neue Kleider bekommen usw. Nach einigen Monaten war der Abschied von den Pflegeeltern wahrscheinlich fast ebenso schwer wie der Abschied von den Eltern in Wien. In den meisten Fällen konnten die Kinder aber schlussendlich nicht nur die Liebe ihrer Eltern, sondern auch die Liebe ihrer dänischen Pflegeeltern genießen. Und noch bis heute bestehen innige Freundschaften zwischen vielen Familien in Dänemark und Österreich. Die Österreichisch-Dänische Gesellschaft spielt eine wichtige Rolle in der Pflege dieser Freundschaften und Beziehungen, hat aber auch viele andere Tätigkeiten entwickelt, z.B. die jährlichen Konzerte in Zusammenarbeit mit anderen Freundschaftsgesellschaften in Wien. 1988-92 als Botschaftsrat an der Dänischen Botschaft in Wien und 2007-10 als Botschafter habe ich immer die persönlichen Kontakte zur Gesellschaft und zu vielen ihrer Mitglieder hoch geschätzt. Zum Jubiläum gratuliere ich herzlichst und wünsche der Gesellschaft viel weiteren Erfolg.

 

 

 

     von Torben Brylle

     Dänischer Botschafter in Wien

 

Es freut mich, der Österreichisch-Dänischen Gesellschaft anlässlich ihres 50 jährigen Jubiläums zu gratulieren.

 

Der Anlass der Gründung der Gesellschaft ist eine besondere Geschichte, die Tausende von Dänen und Österreichern in einer ständigen Freundschaft verbindet. Die Gesellschaft hat durch die Jahre zur Entwicklung dieser Beziehungen beigetragen und dadurch bei der weiteren Festigung der Verbindungen zwischen unseren beiden Ländern mitgewirkt.

 

In Erinnerung an die vielen Kinder aus Wien, die nach den beiden Weltkriegen nach Dänemark gekommen sind, ist es wichtig festzuhalten, dass die Initiativen auf einen freiwilligen Einsatz gegründet waren, mit dem Wunsch und dem Willen nach einer zwischenmenschlichen Handreichung. Nicht zuletzt in diesen grenzüberschreitenden Zeiten sollte man diese Geschichte und den Geist, mit dem sie geschaffen wurde, wahren.

 

Die Österreichisch-Dänische Gesellschaft hat durch viele Jahre unzählige Veranstaltungen und Aktivitäten organisiert und es dadurch geschafft, neue Generationen von Dänen und Österreichern mit einzubeziehen. Ich bin überzeugt, dass die Gesellschaft noch viele Jahre ein wichtiger und vielseitiger Treffpunkt für Dänen und Österreicher sein wird.

 

Als neuer dänischer Botschafter in Wien freue ich mich auf den Kontakt mit der Österreichisch-Dänischen Gesellschaft und ihren Mitgliedern.  Herzliche Gratulation zum Jubiläum – und die besten Wünsche für die Zukunft.

 

 

 

     von Freddy Rylander

     Formand Dansk-Østrigsk Selskab

 

Jeg vil gerne ønske Österreichisch Dänischen Gesellschaft hjertelig til lykke med de 50 år. Mit kendskab til Selskabet er af nyere dato. Helt præcis fra 22. Oktober 2007 hvor vi i Dansk-Østrigsk Selskab fejrede et meget kært medlem af DØS, Wienerklubbens mangeårige formand, fru Elisabeth Keutmann som netop var fyldt 95 år. Her blev jeg for første gang præsenteret for Die Dänische Gemeinschaft in Östereich, som Selskabet hed den gang.

 

Siden har det så taget fart, vore to selskaber har haft et meget tæt samarbejde, der har udviklet sig til flere personlige venskaber. Endnu en gang rigtig hjertelig til lykke med fødselsdagen

 

 

Übersetzung

Ich möchte der Österreichisch Dänischen Gesellschaft sehr gerne herzlich alles Gute zu den 50 Jahren sagen. Meine Bekanntschaft zur Gesellschaft ist von neuerem Datum. Ganz präzise vom 22.Oktober 2007 wo wir in der Dänisch Österreichischen Gesellschaft ein sehr liebes Mitglied feierten. Die langjährige Vorsitzende des Wiener Klubs, Frau Elisabeth Keutmann vollendete ihr 95. Lebensjahr. Bei diesem Anlass wurde ich das erste Mal der Dänischen Gemeinschaft in Österreich, wie die Gesellschaft zu dieser Zeit hieß, vorgestellt.

 

Seit dieser Zeit ging einiges in Gang und unsere beiden Gesellschaften bauten eine sehr enge Zusammenarbeit auf, die auch zu mehreren persönlichen Freundschaften führte. Noch einmal recht herzlichen Glückwunsch zum 50jährigen Jubiläum.

 

 

     von Börge Jensen og Frue

     Præsident Dansk Caravan Klub

 

Her i Europa har der gennem århundrede,været gode og mindre gode tider for befolkningerne, hvor de derboende og herboende folk inted har lært af historien, men har getaget den ene gang efter den anden alle de fejl der opstår når kun en krig menes at kunne løse nogle problemer, de kunne være af religiøse eller politiske grunde, og der er altid en meget stor gruppe der taber, nemlig børnene. Lene arbejder i sin fritid som kasserer i Red Barnet ( Save the Children Danmark) her i Solrød og derigennem får jeg jo kendskab til, hvordan verden ser ud i dag, det kan kun beklages, intet er endnu lært af historien gennem de mange hundrede år.

Derfor er det jo en solstråle historie, når vores generation bliver påmindet om noget hvor Danmark har været aktiv, det er samtidig en mindeværdig tradition som vi skal holde ved, nemlig hjælpe de svageste, og det er altid børn.

Det var os en stor glæde at besøge Østrisk/Dansk Selskab ved vores besøg sidste år i Wien, derved at se og høre om den store glæde det bragte dengang, da Wienerbørnene kom til Danmark efter de to verdens krige, hører de nulevende omtale denne tid med begejstring, som noget godt og mange har da også stadig forbindelser til de familier, som tog dem til sig og hjalp dem gennem deres meget svære tid.

Derfor skal der herfra lyde et stort tillykke med det 50 års jubilæum som Østrisk/Dansk Selskab her kan fejre, som et mindeværdigt højdepunkt mellem to lande, med ca.1000 km afstand mellem grænserne, og hvor grænsen nu endelig kun er et symbol, fordi de nu kun findes i historiebøgerne, og lad os så håbe for fremtiden at Europa nu er et område, med fred og fordragelighed samt forståelse for hinanden.

Jeres Præsident Franz Haberhauer der arbejder med at holde traditionerne og forbindelsen til Danmark i live, er et prisværdig og et krævende arbejde, så Lene og jeg ønsker at dette venskab, mellem vores fælles venner i Østrig og Danmark skal bestå i fremtiden.

 

Med et på gensyn og god jubilæumsfest.

 

  

 

     von DDr. Claus Walter

     PaN Präsident

 

Sehr geehrter Herr Präsident Haberhauer!                                           

Werte Mitglieder der Österreichisch Dänischen Gesellschaft!

 

Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs sind zahlreiche bilaterale Freundschaftsgesellschaften entstanden, deren Ziel es ist, ein möglichst dichtes Netz der Völkerverständigung und  Kooperation zu knüpfen; denn zwischenstaatliche Kontakte finden großteils auf einer “people- to-people” Ebene statt und sind längst nicht mehr auf den Bereich der klassischen Diplomatie beschränkt. Weit über 100 solcher Vereinigungen sind derzeit im “Dachverband aller österreichisch-ausländischen Gesellschaften – PaN” zusammengeschlossen, welcher sich als stiller Diplomat für Völkerfreundschaft und den Aufbau einer friedlichen Gesellschaft einsetzt. Die Bedeutung der Völker verbindenden Tätigkeit dieses Dachverbands ist in den prominent besetzten Ehrenämtern dokumentiert: Der Bundespräsident fungiert als Schirmherr, die Präsidentin des Nationalrats und der Präsident des Bundesrats formen das Ehrenpräsidium und die neun Landeshauptleute das Ehrenkuratorium. PaN steht für Partner aller Nationen.

 

Die “Österreichisch Dänische Gesellschaft” nimmt den Platz des Königreichs Dänemark im Dachverband ein. Sie ist bekannter Maßen eine der aktivsten und engagiertesten bilateralen Vereinigungen und verdient zu Recht, als Botschafterin der Völkerverständigung “ bezeichnet zu werden. Sie hilft mit, die bilateralen Beziehungen zwischen der Republik Österreich und dem Königreich Dänemark in allen Bereichen nachhaltig zu festigen und zu pflegen. Somit wirkt sie ehrenamtlich als ehrlicher und unvoreingenommener Lobbyist für Dänemark in Österreich und vice versa. Besonders hervorzuheben ist das ehrliche Bestreben der Vereinsleitung sich für einen vorurteilsfreien und friedlichen Dialog zwischen allen Nationen, Kulturen und Konfessionen einzusetzen; diese ehrende Grundhaltung praktiziert sie mit Erfolg auch gegenüber den anderen bilateralen Freundschafts-Gesellschaften.

 

Im heurigen Jahr feiert die Österreichisch Dänische Gesellschaft ihr bereits 50jähriges Gründungsjubiläum; auch in diesem besonderen Jahr steht der Dachverband PaN der ÖDG in Freundschaft zur Seit und hofft auf eine erfolgreiche Tätigkeit pro futuro!

 

 

 

     von Dr. Sven Hakon Rossel

     Univ.-Prof. Institutsvorstand 

Sehr geehrter Herr Präsident Haberhauer,

 

Seit nunmehr 50 Jahren besteht die Österreichisch Dänische Gesellschaft. Sie wurde als Ausdruck der Verbundenheit Österreichs mit Dänemark gegründet und gab ehemaligen „Wienerkindern“ und Menschen, die eine besondere Beziehung zu Dänemark haben, die Möglichkeit, ihre Freundschaften zu pflegen.

 

Im Namen des Instituts für Europäische und Vergleichende Sprach- und Literaturwissenschaft/Abteilung Skandinavistik der Universität Wien darf ich der Österreichisch Dänischen Gesellschaft herzlich zum 50jährigen Bestehen gratulieren. Ferner möchte ich mich für die bisherige Zusammenarbeit bedanken und freue mich auf eine weitere erfolgreiche Forstsetzung zur Förderung der kulturellen Beziehungen zwischen Österreich und Dänemark.

 

 

 

     von Mag.a Barbara Prammer

 

Sehr geehrte Frau Ehrenpräsidentin!

Sehr geehrter Herr Präsident!

Liebe Mitglieder der Österreichisch Dänischen Gesellschaft!

 

Seit vielen Jahren bin ich der Österreichisch Dänischen Gesellschaft in Freundschaft verbunden. Gerade die Jubiläen der Aktion “Wienerkinder” waren mir Anknüpfungspunkte, um mit Ihnen allen in Kontakt zu treten. Für mich ist diese Initiative nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg ein beeindruckendes Zeugnis von Solidarität. Denn es war der Wunsch, jungen Menschen eine Perspektive zu geben, der dänische Familien veranlasste, insgesamt über 40.000 Kinder aus Österreich über einen bestimmten Zeitraum auzunehmen und zu pflegen.

 

Aus dieser Initiative getragen vom Gedanken des Miteinander, entstand die Österreichisch – Dänische Gesellschaft. Bis heute steht das Aufeinander-Zugehen, das Kennenlernen und die gegenseitige Unterstützung im Mittelpunkt. Viele Aktivitäten, wie der Student/innenaustausch oder die Stipendienförderung, zeugen davon. Die Gesellschaft legt aber genauso Wert auf kulturellen Austausch, zahlreiche Klubabende, Vorträge, Theater- und Ausstellungsbesuche belegen dies.

 

Die Österreichisch-Dänische Gesellschaft trägt damit zur Verständigung und zum geggenseitigen Verständnis bei.

Ich gratuliere der Gesellschaft herzlich zum 50jährigen Jubiläum und wünsche Ihnen allen für die Zukunft alles Gute!

 

 

 

     von Ingrid HAIMBÖCK

     EHRENPRÄSIDENTIN der Österreichisch Dänischen Gesellschaft

 

 Im Jahre 2005 hatte ich das Glück vom Vorstand der Dänisch-Österreichischen Gesellschaft zur Präsidentin dieses Vereins gewählt zu werden. Diese ehrenvolle Funktion habe ich bis zum Jahre 2010 innegehabt und Einblicke in die vielseitigen Beziehungen dieser beiden Länder bekommen. Dänemark ist durch meine familiäre Situation zur zweiten Heimat geworden.

 

Dieses Land und seine Leute symbolisieren für mich „Offenheit“, „Toleranz“ und „Verbundenheit“. Es ist für mich selbstverständlich geworden die Traditionen beider Länder zu vereinen und in unseren Alltag mit ein zu beziehen. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht diese unermüdlich zu kultivieren und die Beziehungen zwischen Dänemark und Österreich zu vertiefen. In unzähligen Veranstaltungen werden die Traditionen beider Länder gepflegt, wird Gemeinschaft gelebt und Erfahrungen ausgetauscht. Das alles ist nur mit Hilfe von Einsatzbereitschaft und viel Kreativität möglich. Nunmehr seit 50 Jahren gelebt und praktiziert, von ihren Mitgliedern und deren Vorständen.

 

Ich gratuliere der Gesellschaft und all ihren Mitgliedern ganz herzlich zum Jubiläum, bedanke mich bei all jenen, die mit unermüdlichem Einsatz für die gemeinsamen Ziele arbeiten und leben und wünsche dem Verein noch viele erfolgreiche Jahrzehnte.

 

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Überall ist Dänemark mit seinen rund 470 größeren und kleineren Inseln und seinen ungezählten Halbinseln aufs Engste mit dem Meer verzahnt - kein Ort des Landes ist mehr als 50 km von der Küste entfernt. Innerhalb der skandinavischen Staaten, die kulturhistorisch zahlreiche Gemeinsamkeiten aufweisen, nimmt das Königreich Dänemark eine besondere Stellung ein. Als natürlicher Übergang vom europäischen Festland zur skandinavischen Halbinsel kommt ihm eine wichtige Brückenfunktion zwischen den Staaten Mittel- und Nordeuropas zu. Es schlägt aber auch eine Brücke zwischen Nord- und Ostsee - und damit zwischen Atlantik und einem Binnenmeer, das den Weg weit in den kontinentalen Osten Europas öffnet. Obwohl klein an Fläche und gering an Bevölkerungszahl, war das Kernland zeitweilig weitausgreifendes Zentrum einer politischen Macht, die vom Nordkap bis zur Elbe, von Grönland bis Estland reichte und zudem als Kolonialmacht Handelsstützpunkte in der Karibik, in Westafrika und in Indien besaß.

Wichtige Daten über Dänemark

Offizieller Name:                 Königreich Dänemark

Hauptstadt:                          Kopenhagen

Fläche:                                  43.094 km² (ohne Färöer und Grönland)

Landesnatur:                      flachwellige bis hügelige Inseln und Halbinseln mit vielgestaltigen Küsten

Klima:                                    kühl-gemäßigtes Seeklima

Hauptflüsse:                        Gundenå, Skjern

Höchster Punkt:                 Yding Skovhoj 173 m

Regierungsform:                Parlamentarische Monarchie

Staatsoberhaupt:               Königin Margrethe II

Regierungschef:                 Ministerpräsident Lars Løkke Rasmussen

Verwaltung:                         14 Verwaltungsbezirke, 2 Stadtgebiete (Frederiksberg, Kopenhagen)

Parlament:                           Einkammerparlament (Folketing) mit 175 Abgeordneten, für 4 Jahre gewählt; außerdem je 2 Repräsentanten der Färöer und Grönlands
Nationalfeiertag:                 16. April

Einwohner:                          5.282.000 (1999); 5.432.335 (geschätzt Juli 2005)
Bevölkerungsdichte:         123 Ew./km² (1999)
Stadtbevölkerung:             86 % (1999)
Bevölkerung unter 15 J.: 18,5 % (1999)
Analphabetenquote:          1 % (1999)
Sprache:                              Dänisch
Religion:                               Protestanten 90 % (evang.-lutherisch)

Importgüter:                        Erdöl u. -produkte, Fahrzeuge, Maschinen,  chem. Erzeugnisse, Eisen, Stahl, Garne

Exportgüter:                        Fleisch- und Molkereiprodukte, Maschinen, Fahrzeuge, Textilien, Arzneimittel, Fisch

 

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 Die dänischen Könige

Die Liste der Könige über die Färöer weist von 1380 bis heute die gleichen Könige auf wie diese Liste der dänischen Könige. Bei den Königen vor Gorm dem Alten muss davon ausgegangen werden, dass es sich nicht um „Könige“ im heutigen Sinne handelte, sondern um regionale Häuptlinge, deren Einfluss auf ihre Gefolgschaft sehr begrenzt war.

              Geschlecht der Skioldinger:  

Als erste Regent dieses Geschlechts wurde  Angantyr erstmals im Jahre 695 n. Chr. urkundlich erwähnt  

             Die Olaf-Dynastie:  

In dieser Dynastie wird Olaf der Dreiste erstmals 925 n. Chr.  erwähnt  

             Die Jelling-Dynastie: 

Gorm der Alte, † 958, gilt als erster König Dänemarks und wird 936 erwähnt - König von Dänemark           

Harald I. Blauzahn  958–986  König von Dänemark, Norwegen  

Magnus I. den Gode der Gute  1042–1047 König von Dänemark, Norwegen, der letzte dieser Dynastie  

             Haus Estridsson

Sven Estridsson  regierte von 1047–1076 als erster des Hauses Estridsson 

Sven, Knut V. als letzter seiner Dynastie regierte von 1147 – 1157 mit  Waldemar I. den Store  der Große 

             Haus Estridsson, Waldemare:

Waldemar I. den Store der Große   14. Januar 1131; † 12. Mai 1182,  regierte von 1157–1182 alleine und war der erste der Waldemar Könige

Waldemar IV. Atterdag Andertag,  um 1321; † 24. Oktober 1375, 1340–1375 letzter Waldemar König

             Folkunger:

Olaf II.  Dezember 1370; † 23. August 1387   1376–1387 König von Dänemark, Norwegen       

Margarethe I.   1353; † 28. Oktober 1412    1387–1412  Königin von Dänemark, Norwegen, Schweden

             Greifen:

Erik VII. Erich der Pommer  ca. 1382; † 1459  1412–1439  König von Dänemark, Norwegen und Schweden, Herzog von Pommern-Stolp

             Wittelsbacher:

Christoph III. von Bayern  16. Februar 1416; † 6. Januar 1448  1439–1448 König von Dänemark, Norwegen, Schweden

             Oldenburger:

Christian I. von Oldenburg  Februar 1426; † 21. Mai 1481  1448–1481 König von Dänemark, Norwegen, Schweden, Herzog von Schleswig und Holstein

Friedrich VII.  6. Oktober 1808; † 15. November 1863 1848–1863  König von Dänemark, Herzog von Schleswig und Holstein

Holstein-Sonderburg-Glücksburger (Haus Oldenburg)

Christian IX.  8. April 1818; † 29. Januar 1906  1863–1906, ging als der Schwiegervater Europas in die Geschichte  ein

Margrethe II.  16. April 1940  seit 1972

 

 

Geschichte

Nicht immer waren die Beziehungen Dänemarks zu seinen Nachbarn im Norden und Süden so gut wie in heutiger Zeit. Oft genug kam es im Laufe der Geschichte zu kriegerischen Auseinandersetzungen. Als brandschatzende Seeräuber waren dänische Wikinger vom 9. bis zur Mitte des 11. Jahrhunderts an den Küsten Westeuropas gefürchtet. Besonders die Britischen Inseln, aber auch Frankreich, Portugal und selbst Italien hatten unter den Beutezügen der ungebetenen Besucher zu leiden. In ihrer Heimat begann im 9. Jahrhundert unter König Godfred, dem ersten historisch bekannten Wikingerkönig, der Bau der Grenzwälle, des Danewerk, gegen die nach Jütland vordringenden Franken. Nachdem die dänischen Kleinkönigtümer im 10. Jahrhundert durch König Gorm den Alten zu einem Gesamtstaat geeint und von Harald "Blauzahn" zum Christentum bekehrt worden waren, begann die Zeit der Expansionspolitik. So gerieten Teile Englands, Holstein, Hamburg und Lübeck sowie Mecklenburg, Pommern, Rügen und Estland zeitweise unter dänische Herrschaft. Unter Margarete I. (1353-1412) wurde durch die Kalmarer Union von 1397 nahezu ganz Skandinavien der dänischen Krone untertan.

Doch mit dem schwedischen Unionsaustritt 1523 begann der langandauernde Konflikt um die politische Führung im Ostseeraum, in dessen Verlauf Schweden die Vorherrschaft gewann, während Dänemarks Macht mehr und mehr schrumpfte. Mitte des 17. Jahrhunderts verlor es seine Ostprovinzen, das heutige Südschweden, 1814 auch die Herrschaft über Norwegen und 50 Jahre später die Herzogtümer Schleswig, Holstein und Lauenburg. 1920 fand jedoch nach den Vereinbarungen des Versailler Vertrags eine Volksabstimmung statt, der, entsprechend dem Votum der Bevölkerungsmehrheit Nordschleswigs, eine Grenzkorrektur zugunsten Dänemarks folgte. Während des Zweiten Weltkrieges, als Dänemark trotz erklärter Neutralität von deutschen Truppen überfallen und besetzt wurde, gewann Island seine Unabhängigkeit, und nach Kriegsende erhielten Grönland und die Färöer weitgehende Autonomie.

Von dem einst so mächtigen Königreich ist den Dänen nicht viel übriggeblieben, doch ihr Nationalbewusstsein wurde dadurch nicht getrübt. König Christian IX (1818-1906) und Königin Louise (1817-1898), deren 6 Kinder in bedeutende europäische Fürstenfamilien einheirateten, gelten als die "Schwiegereltern Europas" (Foto). Überall leuchten einem die dänischen Landesfarben entgegen, und überall spürt man die starke Verbundenheit der Menschen mit ihrem Land. Die große Popularität von Königin Margarete II. (* 1940), die 1972 die Nachfolge ihres verstorbenen Vaters antrat, trägt entscheidend dazu bei, dass das System der parlamentarischen Monarchie von der eindeutigen Mehrheit der Bevölkerung befürwortet wird.

Die politische Macht des Monarchen wurde schon 1849 durch eine liberale Verfassung beschränkt, die die höchste Gewalt des Landes fortan in die Hände des gewählten Parlaments, des Folketing, legte.

 Kopenhagen

Einst Mittelpunkt einer ausgedehnten Ostseemacht, heute an der Peripherie eines kleinen Königreiches gelegen, ist Kopenhagen dennoch unbestritten politisches, wirtschaftliches und kulturelles Zentrum Dänemarks. Und so wie Dänemark ein wenig verspielt und ungezwungen erscheint, so wirkt auch seine Hauptstadt. Der Individualismus, die Toleranz, die Heiterkeit und Vitalität sowie die schöpferische Kraft der Dänen prägen die Atmosphäre der Stadt. Das architektonische Gesamtbild, aber auch das Flair einer alten Tradition zum Trotz jung wirkenden Weltstadt machen den Charme Kopenhagens aus. Das Wahrzeichen Kopenhagens - die Plastik der "Kleinen Meerjungfrau" (Foto oben), geformt nach einer Märchengestalt Hans Christian Andersens - ist gleichermaßen unscheinbar wie liebenswürdig.

Von der Händlersiedlung zur Hauptstadt -

Verfolgt man die Entwicklung der Stadt zurück, so findet man am Anfang eine kleine Fischer- und Händlersiedlung am Öresund. 1167 erhielt Bischof Absalon aus Roskilde dieses Fleckchen Land von König Waldemar I. geschenkt. Er erkannte die strategisch gute Lage und sicherte die Überfahrt nach Schweden durch den Bau einer Burg, die die kleine Siedlung vor Seeräubern schützte. Damit war eine wichtige Voraussetzung für die Ausweitung von Handel und Verkehr geschaffen. Aus dem schlicht "Havn" genannten Ort wurde bald "Købmandens Havn", also Kaufmannshafen, und schließlich das heutige København. Als die Hanse erkannte, dass sich hier eine unliebsame Konkurrenz entwickelte, zerstörte sie 1369 Burg und Siedlung. Doch die Gunst der Lage ließ sich damit nicht beseitigen. Schon 1416 wurde die wiederaufgebaute Siedlung Residenz des Königs, und 1443 musste Roskilde offiziell die Hauptstadtfunktion an Kopenhagen abtreten. Eine bemerkenswerte Blüte erlebte die Stadt in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts unter der Regentschaft König Christians IV. Aus seiner Zeit stammen etliche der schönsten bis heute erhaltenen Gebäude der Stadt, darunter die Börse (Foto) mit dem kurios aus stilisierten Drachenschwänzen verzwirbelten Turm, die Holmenskirche und Schloss Rosenborg in dem typischen, von der niederländischen Architektur beeinflussten Renaissancestil.

 

Epidemien, Feuer und Krieg

Kopenhagens Geschichte spiegelt sich auch in der Not und im Elend eines Großteils der Einwohner wider: Im 18. Jahrhundert verlor durch Epidemien rund ein Drittel der auf engstem Raum wohnenden Bevölkerung das Leben. Durch Feuersbrünste versank fast die gesamte Altstadt in Schutt und Asche. Was davon übrig blieb oder neu aufgebaut wurde, wurde 1807 zum Teil durch Beschuss englischer Kriegsschiffe erheblich zerstört. Mit dem Beginn der Industrialisierung Mitte des 19. Jahrhunderts zogen viele Menschen aus den ländlichen Gebieten nach Kopenhagen. Der Platz innerhalb der alten Befestigungsanlagen reichte bald nicht mehr aus. Nachdem diese geschleift worden waren und das Glacis zur Bebauung freigegeben war, dehnte sich die Stadt zunächst entlang der Hauptausfallstraßen aus. Die Brücken, die nach Westen, Norden und Osten über die früheren Befestigungsgräben führten, wurden namengebend für die Vororte Vesterbro, Nørrebro sowie das "vornehmere" Østerbro. Zum Teil saniert und modernisiert, werden diese Viertel heute überwiegend von Arbeitern, alten Menschen oder Studenten bewohnt.

                  

 

Auszug aus dem PaN-Mitteilungsblatt 123:

Rund 200 führende Vertreter von österreichisch-ausländischen Gesellschaften nahmen am 24. August 2010 im Wappensaal des Wiener Rathauses an einer PaN-Festveranstaltung teil. Dabei überreichte der Wiener Vizebürgermeister Dr. Michael Ludwig, assistiert von PaN-Vizepräsident Dr. Oskar Wawra, "rot-weiß-rote PaN-Ehrenzeichen" an Persönlichkeiten, die sich seit vielen Jahren uneigennützig und mit einer hohen sozialen und ethischen Kompetenz für einen unvoreingenommenen und ehrlichen Dialog zwischen Nationen, Kulturen und Konfessionen engagieren.

 

Auch Herrn Franz Haberhauer, Präsident der Österreich Dänischen Gesellschaft,  wurde am Dienstag, dem 24. August 2010, das rot-weiß-rote PaN-Ehrenzeichen verliehen.

 

         

Vizebürgermeister Dr. Michael Ludwig sowie

Bereichsdirektor und PaN Vizepräsident

Dr. Oskar Wawra
überreichen das Ehrenzeichen und die Urkunde

Franz Haberhauer
im Kreise aller geehrten Präsidentinnen,
Präsidenten und Generalsekretärinnen
sowie weiterer Personen
der PaN-Familie
   

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In memoriam

Elisabeth Keutmann

geb.18. Oktober 1912 – verst. 10. Juli 2010

Ein Wienerherz mit dänischer Prägung schlägt nicht mehr.

Samstag, 10. Juli 2010, um 1:15 Uhr schloss Elisabeth Keutmann für immer ihre Augen.

 

„Bitte nicht vergessen in drei Monaten muss ich wieder nach Hause“; waren ihre ersten Worte im März 1920 auf dänischem Boden. Das Schicksal hatte anderes vor mit Elisabeth. Sie blieb in Dänemark und wurde von ihren Pflegeeltern Valborg und Christian als Wunschkind betrachtet. Sie erhielt Ausbildung und schuf eine eigene Familie in Frederiksberg, schenkte drei Mädchen das Leben und war immer eine fürsorgliche, umsichtige und pflichtbewusste Mutter.

 

Vor beinahe 40 Jahren „überzeugte“ man Elisabeth Keutman, die Führung des Wiener Clubs in Kopenhagen zu übernehmen. Mit Elan, Freude und großem Einsatz leitete sie diese Vereinigung als Präsidentin bis zu ihrem Ableben. Sie verstand es bravourös, Wiener Flair in Kopenhagen zu verbreiten. Den Kontakt zu ihrer Heimat ließ sie nie abbrechen und besuchte Wien, ihre Familie und Freunde hier immer wieder. Wiener Charme, Humor und eine ungebrochen Herzlichkeit erlebte man immer an ihrer Seite. In Gesellschaft von Elisabeth zu sein bedeutete immer, unvergesslich schöne und humorvolle Stunden erlebt zu haben. Die wienerische Dänin, die dänische Wienerin bleibt für viele Menschen in Dänemark und in Wien unvergessen.

 

Ein ganz besonderes Kapitel in ihrem Leben war die Verehrung und die gelebte Dankbarkeit gegenüber Dr. Sigurd Jacobsen, der als Retter der Wiener Kinder bezeichnet wird. Lange hing sein Gemälde in ihrem Wohnzimmer, bis sie dieses im Jahre 2004 der Österreichisch Dänischen Gesellschaft im Beisein von seiner Excellenz Botschafter Dr. Erich Buttenhauser verehrte. Elisabeth Keutmanns größtes Interesse galt neben ihrer Familie der Freundschaft zwischen ihren beiden „Heimatländern“. Geboren in Wien, in Österreich, gelebt in Frederiksberg, in Dänemark. Friede, Freude und Humor zwischen diesen beiden Ländern zu fördern und zu leben, dafür stand Elisabeth Keutmann. Nie wurde sie müde für diese Zwecke zu leben. Sie darf mit Fug und Recht als Verfechterin von Völkerfreundschaft und gegenseitigem Verständnis bezeichnet werden. Ein großes Vorbild für viele Generationen nach ihr.

 

Die Österreichisch Dänische Gesellschaft betrauert den Verlust eines Ehrenmitglieds und einer unvergesslichen wunderbaren Freundin.

 

ELISABETH, DEIN ANDENKEN HALTEN WIR EWIG IN EHREN!

 

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UN Generalsekretär BAN KI MOON in Wien

Donnerstag, 8. April 2010, weilte der UN Generalsekretär Ban Ki Moon für einen Kurzbesuch in Wien.

 

 

                  

 

Die Witwe des ehemaligen Präsidenten Josef T. Simon verfasste ein Buch, wo ua auch seine Erlebnisse als Wiener Kind

in Dänemark erwähnt werden. Dieses Buch mit dem Titel „Augenzeuge“ erfuhr nun eine Neuauflage und ist über

unsere Gesellschaft günstiger zu erhalten. Anfragen an Herrn Franz Haberhauer.