Kranzniederlegung am 17. Februar 2011 aus Anlass des 120. Todestages
Freiherr Theophilus von Hansen
Die Österreichisch Dänische Gesellschaft organisierte
eine kleine Feier zum Gedenken an den großen dänischen Architekten und
Ehrenbürger der Stadt Wien,
Freiherrn Theophilus von Hansen. Präsident F. Haberhauer durfte am Grab
dieses unvergesslichen Dänen viele Ehrengäste begrüßen. Seine Exzellenz der
königlich-dänische Botschafter Herr Torben Brylle, Parlamentsdirektor Dr.
Georg Posch, Stadtrat Dr. Michael Ludwig und die Vizepräsidentin des
Zentralverbandes der Architekten würdigten in ihren Reden die großartigen
und unvergesslichen Leistungen Theophil Hansens.
Vertreter der Österreichisch-Tschechischen und der
Österreichisch-Griechischen Gesellschaft, sowie die Direktorin der H.C.
Andersen Volksschule Frau Michaela Weihs und viele Mitglieder unserer
Gesellschaft nahmen an diesem Festakt teil.
Eine Abordnung des Gardebataillons des Österreichischen Bundesheeres
zeichnete für den musikalischen Rahmen und eine würdige Kranzniederlegung,
wofür wir dem Militärkommando Wien sehr dankbar sind.
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In netten Worten würdigt SE Botschafter Torben Brylle seinen dänischen Landsmann. |
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Die Vizepräsidentin des Zentralverbands der
Architekten Frau Prof. DI Maria Auböck erwähnte in ihrer Rede die großartigen Werke Hansens |
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Parlamentsdirektor Hr. Dr. Georg Posch ließ unter anderem nicht
unerwähnt, dass er das Privileg hat, sogar in den Räumen eines der wichtigsten Gebäuden, die Hansen in Wien gebaut hat, arbeiten zu dürfen. |
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Stadtrat Herr Dr. Michael Ludwig erwähnte, dass es für Wien ein sehr großer Glücksfall war, dass es diesen wunderbaren dänischen Architekten nach Wien geführt hat.
Undenkbar wie das Stadtbild ohne und dankte der Österreichisch-Dänischen Gesellschaft für die Initiative zu diesem Gedenktag. |
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Gardemusik
und Ehrengarde gaben diesem Festakt eine besondere Note. |
In der Zeitung
"Heute"
war am 7. Dezember 2010
folgender Artikel zu finden:

. . .
Auszug aus der Festschrift anläßlich 50 Jahre dänische Gemeinschaft in Österreich:
50 J A H R E
ÖSTERREICHISCH DÄNISCHE GESELLSCHAFT
im
Dachverband
Partner aller Nationen – PaN
Vorwort
Wohl existierte bereits in
den Jahren von 1921 bis 1938 eine Vereinigung, die „Den Danske Klub“
hieß. Viele ehemalige „Wiener Kinder“ (nach dem 1. Weltkrieg) pflegten
hier ihre Kontakte und ihre Liebe zu Dänemark. Durch die Wirren des 2.
Weltkriegs war danach vieles nicht mehr wie früher. Wohl konnten die
Aktion „Wienerbørn” im April 1948 wieder
aufgenommen werden, doch mehr war zunächst nicht möglich. Der dänische
Gesandte
Jens
Christensen, der dänische Geschäftsmann
Henrik Bonde
Henriksen, der österreichische
Journalist
Alois
Brunnthaler und einige der ehemaligen
„Wienerkinder“ waren in der Folge am 24. November 1960 die Gründer von
„Det
Danske Samfund i Østrig“.
Als erster Präsident wurde
Henrik Bonde Henriksen gewählt.
Bei der
ersten Generalversammlung im März 1961 wählte man Direktor
Aage
Bandsholm zum Präsidenten.
Freddy V. Iversen war jener Präsident, der
unsere Gesellschaft mehr als 30 Jahre führte. Er leitete davor bereits
einen Jugendklub im Rahmen der Gesellschaft. Bei der Generalversammlung
im März 2008 wurde der Name auf „Österreichisch Dänische Gesellschaft“
geändert und damit der heutigen Zeit angepasst. Im Laufe der Jahre wurde
die Zusammenarbeit mit der Dachorganisation Partner aller Nationen (PaN)
immer enger. Heute sind viele Dänen; die in Wien leben, neben den
Wienerkindern der zweiten Generation und vielen Freunden Dänemarks,
Mitglieder in unserer Gesellschaft.
Der Bundespräsident
Dr. Heinz
Fischer
Es ist mir aber auch ein Anliegen, anlässlich des schönen Jubiläums in
die Geschichte zurückzuschauen und an die große dänische
Hilfsbereitschaft für österreichische Kinder in den Nachkriegsjahren
zwischen 1919 und 1937 sowie 1948 und 1952 zu erinnern. Humanitärer
Beistand und tatkräftiges Mitgefühl verjähren nicht. Auch wenn das Ende
des Ersten bzw. des Zweiten Weltkriegs mit materieller Not sowie
schweren physischen und psychischen Schäden schon
einige Jahrzehnte zurückliegt, so ist die Erinnerung an die
„Dänen-Hilfe“ in der österreichischen Bevölkerung nicht erloschen. Im
Gegenteil. viele Mitglieder der Österreichisch Dänischen Gesellschaft
kamen als Kinder selbst in den Genuss des humanitären Beistands und der
Hilfsbereitschaft. Diese Erfahrung hat sich unauslöschlich in ihr
Gedächtnis und in ihren Lebenslauf eingeprägt.
|
Die
Präsidenten seit der Gründung der Gesellschaft
Gründungspräsident:
24.11.1960 - 03.1961
Henrik Bonde HENRIKSEN
03.1965 - 03.1970
Erik ANDERSEN
03.
1970 - 03. 1971
Freddy V. IVERSEN
03.
1971 - 01. 1973
Dr. Joseph SIMON
03.
1973 - 03. 1975
Erik ANDERSEN
03.
1975 - 29.06.2004
Freddy V. IVERSEN
29.06.2004 - 16.03.2005
Franz HABERHAUER
16.03.2005 - 24.03.2010
Ingrid HAIMBÖCK
16.03.2005 - 24.03.2010
Franz HABERHAUER, Geschäftsführender Präsident
seit
24.03.2010
Ingrid HAIMBÖCK, Ehrenpräsidentin
24.03.2010
Franz HABERHAUER
|
Grußworte
von
Jens Christensen
|
I
september 1959 fejrede vi 40-året for den dansk Wienerbørn-aktion efter
1. verdenskrig med et stort og succesfuldt dansk-østrigsk træf i Wien. I
forlængelse heraf begyndte overvejelserne om dannelse af et
østrigsk/dansk samfund. Nogle tvivlede på at der ville være
tilstrækkelig tilslutning, men flere var overbevist om at det ville
kunne lade sig gøre.
Nu, 50
år efter må alle vel erkende, at tanken var rigtig, og at der med
oprettelsen af ”Dansk Samfund” i november 1960 blev skabt en levedygtig
ramme om det østrigsk–danske sammenhold.
Jeg
synes, at der ved denne lejlighed er særlig grund til at rette en stor
tak til selskabets bestyrelse og formand igennem de mange år, lige fra
Barbara Kauders, der vel må betegnes som selskabets grundlægger til
Franz Haberhauer, der i dag på bedste måde vidrerefører selskabs
traditioner.
Tillad
mig samtidig at sende en personlig tak for de år, jeg har samarbejdet
med selskabet og dets medlemskreds og udtrykke de bedste ønsker for
Østrigsk -Dansk Selskabs fremtid. |
Übersetzung: Im September
1959 feierten wir 40 Jahre dänische Wienerkinderaktion nach dem 1.
Welt-rieg mit einem großen und erfolgreichen
dänisch-österreichischem Treffen in Wien. In Verlängerung davon begannen
Überlegungen, eine österreichisch-dänische Gemeinschaft ins Leben zu
rufen. Manche zweifelten daran, dass es ausreichend Zusammenschluss
gäbe, doch die meisten waren überzeugt, dass sich so eine Gemeinschaft
gründen ließe. Nun,
50 Jahre später müssen wohl alle erkennen, dass diese Gedanken richtig
waren eine österreichisch-dänische Gemeinschaft zu gründen. Im November
1960 wurde ein Rahmen für einen lebenstüchtigen österreichisch dänischen
Zusammenhalt geschaffen. Erlaube
mir gleichzeitig einen persönlichen Dank zu senden, für die Jahre, die
ich mit der Gesellschaft und deren Mitglieder zusammen gearbeitet habe
und möchte die besten Wünsche für die Zukunft der Österreichisch
Dänische Gesellschaft zum Ausdruck bringen. |
von Dr. Michael Spindelegger
Bundesminister für europäische und internationale Angelegenheiten
Es
ist mir eine Freude, Ihnen anläßlich des 50-jährigen Bestehens der
Österreichisch Dänischen Gesellschaft ein Grußwort zu übermitteln.
Die Beziehungen zwischen Österreich und Dänemark sind vielfältig und
reichen bereits lange zurück. Neben den Verbindungen des Hauses Mozart
zu Kopenhagen, der Bedeutung des Märchenerzählers H.C. Andersen, sowie
dem Einfluß des Architekten Theophil
von Dr. Erwin
Kubesch
Österreichischer Botschafter in Slowenien
Es
ist für mich eine aufrichtige Freude, der Österreichisch Dänischen
Gesellschaft zum 50. Grün-dungsjubiläum
meine herzlichen Glückwünsche zu übersenden. Als ehemaliger
österreichischer Bot-schafter im Königreich
Dänemark und ehemaliger Vizepräsident des“ Dachverbands aller
öster-reichisch ausländischen Gesellschaften
– PaN“ bin ich von der Bedeutung dieser
bilateralen Gesell-schaft für die Ergänzung
und Vertiefung der ausgezeichneten offiziellen Beziehungen zwischen
Däne-mark und Österreich überzeugt. Dänen
und Österreicher erscheinen einander zunächst ein wenig fremd, sie
wissen nicht allzu viel voneinander. Die wertvollen Eigenschaften vieler
Menschen in Däne-mark erfasst man erst bei
näherem Kennenlernen – daraus können große gegenseitige
Wert-schätzung und treue Freundschaften
entstehen. Für diese persönliche Erfahrung bin ich sehr dankbar.
Aus
Anlass des „runden“ Geburtstags der Österreichisch Dänischen
Gesellschaft ist es wohl ange-zeigt, der
großen Persönlichkeit des Initiators der Erholungsaufenthalte für viele
Tausende hungernde „Wienerbørn“ in Dänemark
nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg, des dänischen Rechtsanwalts
Sigurd Jacobsen in Ehrfurcht und Dankbarkeit zu gedenken. Die Gründung
von „Det Danske Samfund
i Østrig“ im Jahre 1960 ist sicherlich auch
vor dem Hintergrund dieser vorbildlich humanitären Aktion, der
„Dänenhilfe“, erfolgt. Auf diesem tragfähigen, Menschen verbindenden
Fundament sollen Freund-schaften gepflegt
und neue Verbindungen geknüpft werden. Viele Mitglieder der Vereinigung
waren ehemalige „Wienerkinder“, für die Dänemark damals zu einer zweiten
Heimat geworden war und die ihre dänischen Pflegeeltern und ihre Freunde
aus unbeschwerten Kindertagen nie vergessen hatten.
Heute
zählt die Österreichisch Dänische Gesellschaft unter der Leitung ihres
engagierten Präsidenten Franz Haberhauer – selbst ein ehemaliges
„Wienerkind“ mit tiefer
Verbundenheit zu Dänemark – wohl zu den aktivsten Vereinigungen im
Rahmen des Dachverbandes PaN, Ihr dichtes
Veranstaltungs-programm ist vielfältig und
beeindruckend.
In diesem
Sinn wünsche ich der Österreichisch Dänischen Gesellschaft weiterhin
alles Gute, Freude und Erfolg für ihr verdienstvolles Wirken – ad
multos annos.
von Torben
Mailand Christensen
Sehr geehrter Herr Präsident!
Liebe Mitglieder
der Österreichisch Dänischen Gesellschaft
|
Det
østrigsk dansk Selskab er noget ganske enestående også i forhold til
andre venskabsforeninger. Det skyldes den særlige baggrund med
"Wienerbørnene", der har skabt et meget personligt engagement, der
præger Selskabet og dets arrangementer på en yderst positiv måde.
I mine år
i Wien som dansk ambassadør 2001-2005 var Selskabet meget aktivt med en
række store og velbesøgte aktiviteter, der omfattede mange myndigheder,
institutioner og enkeltpersoner. Den drivende kraft og det bærende
element var hver gang ledelsens og medlemmernes store personlige
engagement. Ambassaden deltog gerne og bidrog bedst muligt, men det var
Selskabets initiativ og indsats, der sikrede det gode resultat.
Der er -
og har længe været - mange gode og alsidige forbindelser mellem Østrig
og Danmark. Som medlemmer af Den europæiske Union har vi et
nært samarbejde som partnere. Det er til gensidig fordel og bidrager
meget til det mellemfolkelige samarbejde, der er så vigtigt i vor
globaliserede verden. Det østrigsk dansk Selskab yder et værdifuldt
supplement til det mere officielle samarbejde. Og medlemmernes
personlige indsats og engagement giver det et meget menneskeligt præg i
den bedste betydning heraf.
Der er
derfor god grund til at lykønske Det østrigsk dansk Selskab med 50-års
jubilæet og samtigt takke ledelsen og medlemmerne for en stor og
værdifuld indsats i de forløbne år.
Held og
lykke med de kommende år. |
Übersetzung:
Die
Österreichisch Dänische Gesellschaft ist etwas ganz einzig Artiges auch
im Vergleich zu den anderen Freundschaftsgesellschaften. Dies ist
zurückzuführen auf den besonderen Hintergrund mit den „Wienerkindern“,
der ein sehr persönliches Engagement geschafft hat. Dies prägt die
Gesellschaft und deren Veranstaltungen auf eine äußerst besondere Weise.
In meinen
Jahren in Wien als dänischer Botschafter 2001 – 2005 war die
Gesellschaft sehr aktiv mit einer Reihe von großen und gut besuchten
Veranstaltungen, die auch Behörden, Institutionen und Einzelpersonen
umfasste. Die treibende und tragende Kraft war jedes Mal das große und
persönliche Engagement der Leitung und der Mitglieder. Die Botschaft
nahm gerne daran teil und versuchte das Bestmögliche beizutragen. Doch
es war die Initiative und der Einsatz der Gesellschaft
der ein gutes Resultat sicherte.
Es gibt -
und das währt schon lange – viele gute und vielseitige Verbindungen
zwischen Österreich und Dänemark. Als Mitglieder der Europäischen Union
haben wir eine enge Zusammenarbeit als Partner. Dies ist zu beidseitigem
Vorteil und trägt sehr zur zwischenmenschlichen Zusammenarbeit bei, das
so wichtig ist in unserer globalisierten Welt. Die Österreichisch
Dänische Gesellschaft leistet eine wertvolle Ergänzung zu der mehr
öffentlichen Zusammenarbeit. Der persönliche Einsatz der Mitglieder und
deren Engagement gibt dem eine sehr menschliche Prägung in der besten
Bedeutung darauf. Es ist daher ein guter
Grund der Österreichisch Dänischen Gesellschaft zum 50-Jahr-Jubiläum zu
gratulieren und gleichzeitig der Leitung und den Mitgliedern zu danken
für den großen und wertvollen Einsatz in den vergangenen Jahren. Erfolg und Glück für
die kommenden Jahre. |
von
Morten Kjærum
Die
Österreichisch Dänische Gesellschaft ist so wichtig, weil diese
Gesellschaft dazu beitragen kann, dass Wien nicht heimlich für die Dänen
bleibt und mehr Österreicher dazu kommen, die dänischen
Cafe’s und vielleicht auch die moderne
nordische Küche kennen lernen. Beide Länder haben so unglaublich viel zu
bieten und so haben diese beiden relativ kleinen Staaten in Europa, doch
auch viele gemeinsame Interessen.
Wenn man,
so wie ich arbeitet mit Menschenrechten und gleichzeitig macht dies im
Zusammenhang mit der EU, wird man auch stark überzeugt davon, wie
entscheidend es ist, dass wir zwischenmenschliche Organisationen haben.
Die dazu mitwirken, dass jederzeit Bekanntschaft und Freundschaft unter
der Bevölkerung Europas. EU und Menschenrechte hat dies gemeinsam und
beide Teile handeln um eine friedliche Entwicklung zu schaffen die auf
Respekt für das einzelne Individuum und Respekt für unsere
Vielfältigkeit baut. Aber wie wir alle nur allzu gut wissen in Europa,
so kommt dies nicht von alleine. Wie die Liebe, so sollen die
Menschenrechte und die friedliche Entwicklung jeden Tag gewinnen.
Die
Österreichisch Dänische Gesellschaft, so wie ich sie unter Franz
Haberhauers tüchtiger und engagierten Präsidentschaft kennen gelernt
habe, ist eben so eine Organisation um ein stärkeres Band zwischen den
Menschen in Europa zu knüpfen. Die Gesellschaft feiert ihr 50jähriges
Jubiläum mit großem Verdienst, da sie eine einzigartige Arbeit geleistet
hat. Ich habe an einigen Veranstaltungen teilgenommen und hier war
jederzeit eine gute Atmosphäre und ein gemütlicher Dialog kreuz und
quer.
Wenn
Menschen das 50ste Lebensjahr erreicht haben, erwartet man nicht, dass
sie weitere 50 Jahre erleben. Aber was ist mit der Österreichisch
Dänischen Gesellschaft? Braucht man diese noch in 50 Jahren? Werden
unsere Kinder und deren Freunde das 100jährige Jubiläum feiern? Können
wir uns nicht einfach treffen auf facebook,
twitter und andere Plattformen im Netz?
Können wir uns nicht einfach zufällig in einem Kaffee, am Flughafen, am
Strand oder an anderen Orten treffen? Ja, das sollen wir auch, aber dies
kann keine Gesellschaft ablösen, die sehr fokussiert mit den
zwischenmenschlichen Relationen arbeitet auf der viel näheren Ebene.
Das ist
es, dass auf längere Sicht dazu beiträgt zu einem tieferen Verständnis
für einander, auch wenn wir gleich
sind und doch verschieden. Ein Treffen auf
facebook kann sehr flüchtig sein, ohne Spuren zu hinterlassen, wo
aber ein gutes Gespräch in der Gesellschaft uns für lange Zeit prägen
kann.
Schlussendlich kann ein Treffen in der Gesellschaft auch unterstreichen
wie klein unsere Welt in Wirklichkeit ist. Als mich Franz Haberhauer
seiner süßen Ehefrau vorstellte, stellte sich sehr rasch heraus, dass
sie die kleine Schwester meines alten Schulkameraden in Århus ist und
mein bester Freund wohnt in dem Haus, wo sie ihre Kindheit verbrachte.
„So geht`s auf dieser Welt.
Ich
wünsche der Österreichisch Dänischen Gesellschaft alles Gute zum
Jubiläum und nur das Beste für die nächsten vielen Jahre. Es wird immer
Gebrauch für Engagement im Zwischenmenschlichen sein und wie
Politikens Überschrift unterstreicht selbst
zwischen zwei Ländern, die so nahe beisammen sind.
von Dr.
Michael Häupl
Bürgermeister und Landeshauptmann von Wien
Sehr
verehrte Mitglieder der
Österreichisch Dänischen Gesellschaft!
War das
19. Jahrhundert noch von konfliktreichen Aufeinandertreffen geprägt, die
oftmals auf den diplomatischen Parketten in Österreichs Hauptstadt
Behandlung fanden – es sei beispielhaft an den bis 1815 tagenden Wiener
Kongress oder den Frieden von Wien im Jahre 1864 erinnert – so besserten
sich die österreichisch-dänischen Beziehungen im 20. Jahrhundert rapide.
Von Dänemarks Evakuierung österreichisch-ungarischer Kriegsgefangener
aus Russland 1917 - 1919 bis hin zur Beteiligung an einem gemeinsamen
Europa nach dem Zweiten Weltkrieg erzählt uns die Geschichte von einer
kontinuierlichen Annäherung. Dabei darf jedoch nicht in Vergessenheit
geraten, dass die nationalsozialistische Herrschaft ab April 1940 auch
Dänemark zu verschlingen drohte.
Ein Blick
auf die Gründungsmitglieder der ÖDG verdeutlicht den Gehalt dieser
stetig auflebenden österreichisch-dänischen Freundschaft in besonderem
Maße. Denn sowohl nach dem Ersten als auch nach dem Zweiten Weltkrieg
genossen sogenannte „Wienerbørn“ – also
tausende Hunger leidende Wiener Kinder – Erholungsaufenthalte in
Dänemark. Bekanntlich geht dieser humanitäre Glanzpunkt auf eine
Initiative des dänischen Rechtsanwalts Sigurd Jacobsen zurück. Eine
Büste des Wiener Bildhauers Paul Peschke vor
dem Kindergarten Reinprechtsdorfer Straße
soll unserer Wertschätzung dieser unvergesslichen Persönlichkeit
Ausdruck verleihen.
Wiener
Straßen- und Gebäudenamen wie etwa die Dänenstraße oder der
Kopenhagen-Hof hingegen erinnern an die zahlreichen dänischen
Pflegeeltern und Gastgeber/innen. Deren Edelmut kann angesichts des
geschichtlichen Hintergrunds nicht hoch genug eingeschätzt werden, haben
doch deutsche Aggressoren Dänemark im Zuge beider Weltkriege unter Druck
gesetzt. Im Jahre 1940 besetzten Truppen des III. Reiches sogar das
Land. Indes fand die Praxis der Überführung von notleidenden
Jugendlichen in Österreich mit den
„Kinderlandverschickungen“ auch während des Zweiten Weltkriegs eine
Entsprechung. Dass trotz alledem internationale Freundschaften und
mitunter auch Partnerschaften und Familien aus der Initiative Jacobsens
erwachsen sind, beeindruckt mich als Mensch wie als Landeshauptmann von
Wien zutiefst. Die so geknüpften Bande mündeten schließlich 1960 in der
Gründung dieser für die kulturellen Beziehungen unserer beiden Länder so
wichtigen Freundschaftsgesellschaft. Der bis 1938 bestehende „Den Danske
Klub“ hatte endlich seine Nachfolge gefunden. Dänische Künstler wie Max
Heute
leben knapp eintausend Däninnen und Dänen in Österreich und rund 1.300
österreichische Staatsangehörige in Dänemark. Zudem besuchen jährlich
mehr als 300.000 dänische Touristinnen und Touristen unser Land. Viele
davon dürfen wir in Wien willkommen heißen. Seit 1995 bauen Dänemark und
Österreich gemeinsam „ein Europa“ und die knapp 1.000 Kilometer nach
Kopenhagen können mittlerweile auf dem Landweg via Brücke über den
Großen Belt oder in einer knappen Flugstunde bequem überwunden werden.
All das macht uns zu „gefühlten Nachbarn“ und zu echten europäischen
Partnern.
Als
Bürgermeister der Stadt Wien ist es mir daher eine besondere Freude,
meine Hochachtung für das Wirken der Österreichisch Dänischen
Gesellschaft und das Engagement ihrer Mitglieder zum Ausdruck bringen zu
dürfen. Auf dass sich die österreichisch-dänische Freundschaft im 21.
Jahrhundert weiter vertiefen möge!
Dänischer Botschafter in Wien (2007 bis 2010
Der Erste Weltkrieg führte zwar nicht zu unmittelbarer Bedrohung Wiens,
jedoch zu einer
Trotzdem gelang es, im Laufe von sechs Jahren rund 25.000 Kinderreisen
nach Dänemark zu organisieren. Die Lage nach dem Ende des Zweiten
Weltkrieges war sehr ähnlich. Wieder hungerte Wien. Dank der alten
Beziehungen zu den dänischen Pflegeeltern konnten in den Jahren nach dem
Zweiten Weltkrieg rund 15.000 Kinderreisen nach Dänemark organisiert
werden. In Wien war die Trennung von Eltern und Kindern schwer, aber
notwendig. In Dänemark sind die Kinder zu Familien gekommen, die oft
kein oder nur wenig Deutsch sprachen. Schnell haben sich die Kinder in
die neuen Verhältnisse eingelebt, dänisch gelernt, sich erholt, neue
Freunde kennengelernt, neue Kleider bekommen usw. Nach einigen Monaten
war der Abschied von den Pflegeeltern wahrscheinlich fast ebenso schwer
wie der Abschied von den Eltern in Wien. In den meisten Fällen konnten
die Kinder aber schlussendlich nicht nur die Liebe ihrer Eltern, sondern
auch die Liebe ihrer dänischen Pflegeeltern genießen. Und noch bis heute
bestehen innige Freundschaften zwischen vielen Familien in Dänemark und
Österreich. Die Österreichisch-Dänische Gesellschaft spielt eine
wichtige Rolle in der Pflege dieser Freundschaften und Beziehungen, hat
aber auch viele andere Tätigkeiten entwickelt, z.B. die jährlichen
Konzerte in Zusammenarbeit mit anderen Freundschaftsgesellschaften in
Wien. 1988-92 als Botschaftsrat an der Dänischen Botschaft in Wien und
2007-10 als Botschafter habe ich immer die persönlichen Kontakte zur
Gesellschaft und zu vielen ihrer Mitglieder hoch geschätzt. Zum Jubiläum
gratuliere ich herzlichst und wünsche der
Gesellschaft viel weiteren Erfolg.
von Torben
Brylle
Dänischer
Botschafter in Wien
Es freut
mich, der Österreichisch-Dänischen Gesellschaft anlässlich
Der Anlass
der Gründung der Gesellschaft ist eine besondere Geschichte, die
Tausende von Dänen und Österreichern in einer
ständigen
Freundschaft verbindet. Die Gesellschaft hat durch die Jahre zur
Entwicklung dieser Beziehungen beigetragen und dadurch bei der weiteren
Festigung der Verbindungen zwischen unseren beiden
In
Erinnerung an die vielen Kinder aus Wien, die nach den beiden
Weltkriegen nach Dänemark gekommen sind, ist es wichtig festzuhalten,
dass die Initiativen auf einen freiwilligen Einsatz gegründet waren, mit
dem Wunsch und dem Willen nach einer zwischenmenschlichen Handreichung.
Die
Österreichisch-Dänische Gesellschaft hat durch viele Jahre unzählige
Veranstaltungen und Aktivitäten organisiert und es dadurch geschafft,
neue Generationen von Dänen und Österreichern mit einzubeziehen.
Als neuer
dänischer Botschafter in Wien freue ich mich auf den Kontakt mit der
Österreichisch-Dänischen Gesellschaft und ihren Mitgliedern.
von
Freddy Rylander
Formand Dansk-Østrigsk Selskab
|
Jeg vil
gerne ønske Österreichisch
Dänischen Gesellschaft hjertelig til lykke med de 50 år. Mit kendskab
til Selskabet er af nyere dato. Helt præcis fra 22. Oktober 2007 hvor vi
i Dansk-Østrigsk Selskab
fejrede et
meget kært medlem af DØS, Wienerklubbens mangeårige formand, fru
Elisabeth Keutmann som netop var fyldt 95 år. Her blev jeg for første
gang præsenteret for Die Dänische Gemeinschaft in Östereich, som
Selskabet hed den gang.
Siden har det så taget fart, vore to selskaber har haft et meget tæt
samarbejde, der har udviklet sig til flere personlige venskaber.
|
Übersetzung
Ich möchte
der Österreichisch Dänischen Gesellschaft sehr gerne herzlich alles Gute
zu den 50 Jahren sagen. Meine Bekanntschaft zur Gesellschaft ist von
neuerem Datum. Ganz präzise vom 22.Oktober 2007 wo wir in der Dänisch
Österreichischen Gesellschaft ein sehr liebes Mitglied feierten. Die
langjährige Vorsitzende des Wiener Klubs, Frau Elisabeth
Keutmann vollendete ihr 95. Lebensjahr. Bei
diesem Anlass wurde ich das erste Mal der Dänischen Gemeinschaft in
Österreich, wie die Gesellschaft zu dieser Zeit hieß, vorgestellt.
Seit
dieser Zeit ging einiges in Gang und unsere beiden Gesellschaften bauten
eine sehr enge Zusammenarbeit auf, die auch zu mehreren persönlichen
Freundschaften führte. |
von
Börge Jensen og Frue
Præsident Dansk Caravan Klub
Her i Europa har der gennem århundrede,været gode og mindre gode tider
for befolkningerne, hvor de derboende og herboende folk inted har lært
af historien, men har getaget den ene gang efter den anden alle de fejl
der opstår når kun en krig menes at kunne løse nogle problemer, de kunne
være af religiøse eller politiske grunde, og der er altid en meget stor
gruppe der taber, nemlig børnene.
Derfor er det jo en solstråle historie, når vores generation bliver
påmindet om noget hvor Danmark har været aktiv, det er samtidig en
mindeværdig tradition som vi skal holde ved, nemlig hjælpe de svageste,
og det er altid børn.
Det var os en stor glæde at besøge Østrisk/Dansk Selskab ved vores besøg
sidste år i Wien, derved at se og høre om den store glæde det bragte
dengang, da Wienerbørnene kom til Danmark efter de to verdens krige,
hører de nulevende omtale denne tid med begejstring, som noget godt og
mange har da også stadig forbindelser til de familier, som tog dem til
sig og hjalp dem gennem deres meget svære tid.
Derfor skal der herfra lyde et stort tillykke med det 50 års jubilæum
som Østrisk/Dansk Selskab her kan fejre, som et mindeværdigt højdepunkt
mellem to lande, med ca.1000 km afstand mellem grænserne, og hvor
grænsen nu endelig kun er et symbol, fordi de nu kun findes i
historiebøgerne, og lad os så håbe for fremtiden at Europa nu er et
område, med fred og fordragelighed samt forståelse for hinanden.
Jeres Præsident Franz Haberhauer der arbejder med at holde traditionerne
og forbindelsen til Danmark i live, er et prisværdig og et krævende
arbejde, så Lene og jeg ønsker at dette venskab, mellem vores fælles
venner i Østrig og Danmark skal bestå i fremtiden.
Med et på gensyn og god jubilæumsfest.
Sehr geehrter Herr Präsident Haberhauer!
Werte Mitglieder der Österreichisch Dänischen Gesellschaft!
Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs sind zahlreiche bilaterale
Freundschaftsgesellschaften entstanden, deren Ziel es ist, ein möglichst
dichtes Netz der Völkerverständigung und
Kooperation zu knüpfen; denn zwischenstaatliche Kontakte finden
großteils auf einer “people- to-people” Ebene statt und sind längst
nicht mehr auf den Bereich der klassischen Diplomatie beschränkt. Weit
über 100 solcher Vereinigungen sind derzeit im “Dachverband aller
österreichisch-ausländischen Gesellschaften – PaN” zusammengeschlossen,
welcher sich als stiller Diplomat für Völkerfreundschaft und den Aufbau
einer friedlichen Gesellschaft einsetzt. Die Bedeutung der Völker
verbindenden Tätigkeit dieses Dachverbands ist in den prominent
besetzten Ehrenämtern dokumentiert: Der Bundespräsident fungiert als
Schirmherr, die Präsidentin des Nationalrats und der Präsident des
Bundesrats formen das Ehrenpräsidium und die neun Landeshauptleute das
Ehrenkuratorium. PaN steht für Partner
aller Nationen.
Die “Österreichisch Dänische Gesellschaft” nimmt den Platz des
Königreichs Dänemark im Dachverband ein. Sie ist bekannter Maßen eine
der aktivsten und engagiertesten bilateralen Vereinigungen und verdient
zu Recht, als Botschafterin der Völkerverständigung “ bezeichnet zu
werden. Sie hilft mit, die bilateralen Beziehungen zwischen der Republik
Österreich und dem Königreich Dänemark in allen Bereichen nachhaltig zu
festigen und zu pflegen. Somit wirkt sie ehrenamtlich als ehrlicher und
unvoreingenommener Lobbyist für Dänemark in Österreich und vice versa.
Besonders hervorzuheben ist das ehrliche Bestreben der Vereinsleitung
sich für einen vorurteilsfreien und friedlichen Dialog zwischen allen
Nationen, Kulturen und Konfessionen einzusetzen; diese ehrende
Grundhaltung praktiziert sie mit Erfolg auch gegenüber den anderen
bilateralen Freundschafts-Gesellschaften.
Im heurigen Jahr feiert die Österreichisch Dänische Gesellschaft ihr
bereits 50jähriges Gründungsjubiläum; auch in diesem besonderen Jahr
steht der Dachverband PaN der ÖDG in Freundschaft zur Seit und hofft auf
eine erfolgreiche Tätigkeit pro futuro!
Sehr
geehrter Herr Präsident Haberhauer,
Seit
nunmehr 50 Jahren besteht die Österreichisch Dänische Gesellschaft. Sie
wurde als Ausdruck der Verbundenheit Österreichs
Im Namen
des Instituts für Europäische und Vergleichende Sprach- und
Literaturwissenschaft/Abteilung Skandinavistik der Universität Wien darf
ich der Österreichisch Dänischen Gesellschaft herzlich zum 50jährigen
Bestehen gratulieren.
von
Mag.a Barbara Prammer
Sehr geehrte Frau Ehrenpräsidentin!
Sehr geehrter Herr Präsident!
Liebe Mitglieder der Österreichisch Dänischen Gesellschaft!
Seit vielen Jahren bin ich der Österreichisch Dänischen Gesellschaft in
Freundschaft verbunden. Gerade die Jubiläen der Aktion “Wienerkinder”
waren mir Anknüpfungspunkte, um mit Ihnen allen in Kontakt zu treten.
Für mich ist diese Initiative nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg ein
beeindruckendes Zeugnis von Solidarität. Denn es war der Wunsch, jungen
Menschen eine Perspektive zu geben, der dänische Familien veranlasste,
insgesamt über 40.000 Kinder aus Österreich über einen bestimmten
Zeitraum auzunehmen und zu pflegen.
Aus dieser Initiative getragen vom Gedanken des Miteinander, entstand
die Österreichisch – Dänische Gesellschaft. Bis heute steht das
Aufeinander-Zugehen, das Kennenlernen und die gegenseitige Unterstützung
im Mittelpunkt. Viele Aktivitäten, wie der Student/innenaustausch oder
die Stipendienförderung, zeugen davon. Die Gesellschaft legt aber
genauso Wert auf kulturellen Austausch, zahlreiche Klubabende, Vorträge,
Theater- und Ausstellungsbesuche belegen dies.
Die Österreichisch-Dänische Gesellschaft trägt damit zur Verständigung
und zum geggenseitigen Verständnis bei.
Ich gratuliere der Gesellschaft herzlich zum 50jährigen Jubiläum und
wünsche Ihnen allen für die Zukunft alles Gute!
von Ingrid HAIMBÖCK
EHRENPRÄSIDENTIN
Dieses
Land und seine Leute symbolisieren für mich „Offenheit“, „Toleranz“ und
„Verbundenheit“. Es ist für mich selbstverständlich geworden die
Traditionen beider Länder zu vereinen und in unseren Alltag mit ein zu
beziehen. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht diese unermüdlich
zu kultivieren und die Beziehungen zwischen Dänemark und Österreich zu
vertiefen. In unzähligen Veranstaltungen werden die Traditionen beider
Länder gepflegt, wird Gemeinschaft gelebt und Erfahrungen ausgetauscht.
Das alles ist nur mit Hilfe von Einsatzbereitschaft und viel Kreativität
möglich. Nunmehr seit 50 Jahren gelebt und praktiziert, von ihren
Mitgliedern und deren Vorständen.
Ich
gratuliere der Gesellschaft und all ihren Mitgliedern ganz herzlich zum
Jubiläum, bedanke mich bei all jenen, die mit unermüdlichem Einsatz für
die gemeinsamen Ziele arbeiten und leben und wünsche dem Verein noch
viele erfolgreiche Jahrzehnte.
Überall ist Dänemark
mit seinen rund 470 größeren und kleineren Inseln und seinen ungezählten
Halbinseln aufs Engste mit dem Meer verzahnt - kein Ort des Landes ist
mehr als 50 km von der Küste entfernt. Innerhalb der skandinavischen
Staaten, die kulturhistorisch zahlreiche Gemeinsamkeiten aufweisen,
nimmt das Königreich Dänemark eine besondere Stellung ein. Als
natürlicher Übergang vom europäischen Festland zur skandinavischen
Halbinsel kommt ihm eine wichtige Brückenfunktion zwischen den Staaten
Mittel- und Nordeuropas zu. Es schlägt aber auch eine Brücke zwischen
Nord- und Ostsee - und damit zwischen Atlantik und einem Binnenmeer, das
den Weg weit in den kontinentalen Osten Europas öffnet. Obwohl klein an
Fläche und gering an Bevölkerungszahl, war das Kernland zeitweilig
weitausgreifendes Zentrum einer politischen Macht, die vom Nordkap bis
zur Elbe, von Grönland bis Estland reichte und zudem als Kolonialmacht
Handelsstützpunkte in der Karibik, in Westafrika und in Indien besaß.
Wichtige
Daten über Dänemark
Offizieller Name:
Königreich Dänemark
Hauptstadt:
Kopenhagen
Fläche:
43.094 km²
(ohne Färöer und Grönland)
Landesnatur:
flachwellige bis hügelige Inseln und
Halbinseln mit vielgestaltigen Küsten
Klima:
kühl-gemäßigtes Seeklima
Hauptflüsse:
Gundenå, Skjern
Höchster Punkt:
Yding Skovhoj
173 m
Regierungsform:
Parlamentarische Monarchie
Staatsoberhaupt:
Königin Margrethe II
Regierungschef:
Ministerpräsident Lars Løkke
Rasmussen
Verwaltung:
14 Verwaltungsbezirke, 2 Stadtgebiete
(Frederiksberg, Kopenhagen)
Parlament:
Einkammerparlament (Folketing) mit 175 Abgeordneten, für 4 Jahre
gewählt; außerdem je 2 Repräsentanten der Färöer
und Grönlands
Nationalfeiertag:
16. April
Einwohner:
5.282.000 (1999); 5.432.335 (geschätzt
Juli 2005)
Bevölkerungsdichte:
123 Ew./km² (1999)
Stadtbevölkerung:
86 % (1999)
Bevölkerung unter 15 J.: 18,5 % (1999)
Analphabetenquote:
1 % (1999)
Sprache:
Dänisch
Religion:
Protestanten 90 % (evang.-lutherisch)
Importgüter:
Erdöl u. -produkte, Fahrzeuge, Maschinen,
chem. Erzeugnisse, Eisen,
Stahl, Garne
Exportgüter:
Fleisch- und Molkereiprodukte, Maschinen, Fahrzeuge, Textilien,
Arzneimittel, Fisch
Die
Liste der Könige über die Färöer
weist von 1380 bis heute die gleichen Könige auf wie diese Liste der
dänischen Könige. Bei
den Königen vor
Gorm
dem Alten muss davon ausgegangen werden, dass es sich
nicht um
„Könige“ im heutigen
Sinne handelte, sondern um regionale Häuptlinge, deren Einfluss auf ihre
Gefolgschaft sehr begrenzt war.
Als
erste Regent dieses Geschlechts wurde
Angantyr
erstmals
im Jahre
695 n. Chr. urkundlich
erwähnt
Die Olaf-Dynastie:
In dieser
Dynastie wird
Olaf der Dreiste
erstmals
925 n. Chr.
erwähnt
Die
Jelling-Dynastie:
Gorm der Alte, † 958,
gilt als erster König Dänemarks und wird
936 erwähnt - König von
Dänemark
Harald I. Blauzahn
958–986
König von Dänemark,
Norwegen
Magnus I. den Gode
der Gute
1042–1047 König von
Dänemark,
Norwegen, der letzte
dieser Dynastie
Haus
Estridsson
Sven Estridsson
regierte von
1047–1076
als erster des Hauses Estridsson
Sven,
Knut V. als
letzter seiner Dynastie regierte von
1147 – 1157 mit
Waldemar I. den Store
der Große
Haus Estridsson,
Waldemare:
Waldemar I. den Store
der Große
14. Januar 1131; † 12. Mai 1182,
regierte von
1157–1182
alleine und war der erste der Waldemar Könige
Waldemar IV. Atterdag
Andertag,
um 1321; † 24. Oktober 1375,
1340–1375 letzter Waldemar
König
Folkunger:
Olaf II.
Dezember 1370; † 23. August 1387
1376–1387 König von
Dänemark,
Norwegen
Margarethe I.
1353; † 28. Oktober 1412
1387–1412
Königin von Dänemark,
Norwegen,
Schweden
Erik VII.
Erich der Pommer
ca.
1382; † 1459
1412–1439
König von Dänemark,
Norwegen und
Schweden, Herzog von
Pommern-Stolp
Christoph III.
von Bayern
16.
Februar 1416; † 6. Januar 1448
1439–1448 König von
Dänemark,
Norwegen,
Schweden
Christian I.
von
Oldenburg
Februar 1426;
† 21. Mai 1481
1448–1481 König von
Dänemark,
Norwegen,
Schweden, Herzog von
Schleswig und Holstein
Friedrich VII.
6. Oktober 1808; † 15. November 1863
1848–1863
König von Dänemark, Herzog von Schleswig und Holstein
Holstein-Sonderburg-Glücksburger (Haus
Oldenburg)
Christian IX.
8. April 1818; † 29. Januar 1906
1863–1906, ging als
der Schwiegervater Europas in die Geschichte
ein
Margrethe II.
16. April 1940
seit 1972
Nicht
immer waren die Beziehungen Dänemarks zu seinen Nachbarn im Norden und
Süden so gut wie in heutiger Zeit. Oft genug kam es im Laufe der
Geschichte zu kriegerischen Auseinandersetzungen. Als brandschatzende
Seeräuber waren dänische Wikinger vom 9. bis zur Mitte des 11.
Jahrhunderts an den Küsten Westeuropas gefürchtet. Besonders die
Britischen Inseln, aber auch Frankreich, Portugal und selbst Italien
hatten unter den Beutezügen der ungebetenen Besucher zu leiden. In ihrer
Heimat begann im 9. Jahrhundert unter König Godfred,
dem ersten historisch bekannten Wikingerkönig, der Bau der Grenzwälle,
des Danewerk, gegen die nach Jütland
vordringenden Franken. Nachdem die dänischen Kleinkönigtümer im 10.
Jahrhundert durch König Gorm den Alten zu
einem Gesamtstaat geeint und von Harald "Blauzahn" zum Christentum
bekehrt worden waren, begann die Zeit der Expansionspolitik. So gerieten
Teile Englands, Holstein, Hamburg und Lübeck sowie Mecklenburg, Pommern,
Rügen und Estland zeitweise unter dänische Herrschaft. Unter Margarete
I. (1353-1412) wurde durch die Kalmarer Union von 1397 nahezu ganz
Skandinavien der dänischen Krone untertan.
Doch mit dem schwedischen Unionsaustritt 1523 begann der
langandauernde Konflikt um die politische
Führung im Ostseeraum, in dessen Verlauf Schweden die Vorherrschaft
gewann, während Dänemarks Macht mehr und mehr schrumpfte. Mitte des 17.
Jahrhunderts verlor es seine Ostprovinzen, das heutige Südschweden, 1814
auch die Herrschaft über Norwegen und 50 Jahre später die Herzogtümer
Schleswig, Holstein und Lauenburg. 1920 fand jedoch nach den
Vereinbarungen des Versailler Vertrags eine Volksabstimmung statt, der,
entsprechend dem Votum der Bevölkerungsmehrheit Nordschleswigs, eine
Grenzkorrektur zugunsten Dänemarks folgte. Während des Zweiten
Weltkrieges, als Dänemark trotz erklärter Neutralität von deutschen
Truppen überfallen und besetzt wurde, gewann Island seine
Unabhängigkeit, und nach Kriegsende erhielten Grönland und die Färöer
weitgehende Autonomie.
Von
dem einst so mächtigen Königreich ist den Dänen nicht viel
übriggeblieben, doch ihr Nationalbewusstsein wurde dadurch nicht
getrübt. König Christian IX (1818-1906) und Königin Louise (1817-1898),
deren 6 Kinder in bedeutende europäische Fürstenfamilien einheirateten,
gelten als die "Schwiegereltern Europas" (Foto). Überall leuchten einem
die dänischen Landesfarben entgegen, und überall spürt man die starke
Verbundenheit der Menschen mit ihrem Land. Die große Popularität von
Königin Margarete II. (* 1940), die 1972 die Nachfolge ihres
verstorbenen Vaters antrat, trägt entscheidend dazu bei, dass das System
der parlamentarischen Monarchie von der eindeutigen Mehrheit der
Bevölkerung befürwortet wird.
Die
politische Macht des Monarchen wurde schon 1849 durch eine liberale
Verfassung beschränkt, die die höchste Gewalt des Landes fortan in die
Hände des gewählten Parlaments, des Folketing, legte.
Einst
Mittelpunkt einer ausgedehnten Ostseemacht, heute an der Peripherie
eines kleinen Königreiches gelegen, ist Kopenhagen dennoch unbestritten
politisches, wirtschaftliches und kulturelles Zentrum Dänemarks. Und so
wie Dänemark ein wenig verspielt und ungezwungen erscheint, so wirkt
auch seine Hauptstadt. Der Individualismus, die Toleranz, die Heiterkeit
und Vitalität sowie die schöpferische Kraft der Dänen prägen die
Atmosphäre der Stadt. Das architektonische Gesamtbild, aber auch das
Flair einer alten Tradition zum Trotz jung wirkenden Weltstadt machen
den Charme Kopenhagens aus. Das Wahrzeichen Kopenhagens - die Plastik
der "Kleinen Meerjungfrau" (Foto oben), geformt nach einer
Märchengestalt
Auszug
aus dem PaN-Mitteilungsblatt
123
Rund 200 führende Vertreter von österreichisch-ausländischen Gesellschaften nahmen am 24. August 2010 im Wappensaal des Wiener Rathauses an einer PaN-Festveranstaltung teil. Dabei überreichte der Wiener Vizebürgermeister Dr. Michael Ludwig, assistiert von PaN-Vizepräsident Dr. Oskar Wawra, "rot-weiß-rote PaN-Ehrenzeichen" an Persönlichkeiten, die sich seit vielen Jahren uneigennützig und mit einer hohen sozialen und ethischen Kompetenz für einen unvoreingenommenen und ehrlichen Dialog zwischen Nationen, Kulturen und Konfessionen engagieren.
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Auch Herrn Franz Haberhauer, Präsident der Österreich Dänischen Gesellschaft, wurde am Dienstag, dem 24. August 2010, das rot-weiß-rote PaN-Ehrenzeichen verliehen. |
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Vizebürgermeister Dr. Michael Ludwig sowie Bereichsdirektor und PaN Vizepräsident
Dr. Oskar Wawra |
Franz
Haberhauer
im Kreise aller geehrten Präsidentinnen, Präsidenten und Generalsekretärinnen sowie weiterer Personen der PaN-Familie |
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In
memoriam
Elisabeth Keutmann geb.18. Oktober 1912 – verst. 10. Juli 2010 Ein Wienerherz mit dänischer Prägung schlägt nicht mehr.
Samstag, 10. Juli 2010, um 1:15 Uhr schloss Elisabeth
Keutmann für immer ihre Augen. |
„Bitte nicht vergessen in drei Monaten muss ich wieder nach
Hause“; waren ihre ersten Worte im März 1920 auf dänischem Boden. Das
Schicksal hatte anderes vor mit Elisabeth. Sie blieb in Dänemark und
wurde von ihren Pflegeeltern Valborg und
Christian als Wunschkind betrachtet. Sie erhielt Ausbildung und schuf
eine eigene Familie in Frederiksberg,
schenkte drei Mädchen das Leben und war immer eine fürsorgliche,
umsichtige und pflichtbewusste Mutter.
Vor
beinahe 40 Jahren „überzeugte“ man Elisabeth
Keutman, die Führung des Wiener Clubs in Kopenhagen zu
übernehmen. Mit Elan, Freude und großem Einsatz leitete sie diese
Vereinigung als Präsidentin bis zu ihrem Ableben. Sie verstand es
bravourös, Wiener Flair in Kopenhagen zu verbreiten. Den Kontakt zu
ihrer Heimat ließ sie nie abbrechen und besuchte Wien, ihre Familie und
Freunde hier immer wieder. Wiener Charme, Humor und eine ungebrochen
Herzlichkeit erlebte man immer an ihrer Seite. In Gesellschaft von
Elisabeth zu sein bedeutete immer, unvergesslich schöne und humorvolle
Stunden erlebt zu haben. Die wienerische Dänin, die dänische Wienerin
bleibt für viele Menschen in Dänemark und in Wien unvergessen.
Ein ganz
besonderes Kapitel in ihrem Leben war die Verehrung und die gelebte
Dankbarkeit gegenüber Dr. Sigurd Jacobsen, der als Retter der Wiener
Kinder bezeichnet wird. Lange hing sein Gemälde in ihrem Wohnzimmer, bis
sie dieses im Jahre 2004 der Österreichisch Dänischen Gesellschaft im
Beisein von seiner Excellenz Botschafter Dr. Erich
Buttenhauser verehrte. Elisabeth Keutmanns
größtes Interesse galt neben ihrer Familie der Freundschaft zwischen
ihren beiden „Heimatländern“. Geboren in Wien, in Österreich, gelebt in
Frederiksberg, in Dänemark. Friede, Freude
und Humor zwischen diesen beiden Ländern zu fördern und zu leben, dafür
stand Elisabeth Keutmann. Nie wurde sie müde
für diese Zwecke zu leben. Sie darf mit Fug und Recht als Verfechterin
von Völkerfreundschaft und gegenseitigem Verständnis bezeichnet werden.
Ein großes Vorbild für viele Generationen nach ihr.
Die
Österreichisch Dänische Gesellschaft betrauert den Verlust eines
Ehrenmitglieds und einer unvergesslichen wunderbaren Freundin.
ELISABETH, DEIN ANDENKEN HALTEN WIR EWIG IN EHREN!
UN Generalsekretär BAN KI MOON in
Wien
Donnerstag, 8. April 2010, weilte der UN Generalsekretär Ban Ki Moon für einen Kurzbesuch in Wien.

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Die Witwe des ehemaligen Präsidenten Josef T. Simon
verfasste ein Buch, wo ua auch seine Erlebnisse als Wiener Kind
in Dänemark erwähnt werden. Dieses Buch mit dem Titel
„Augenzeuge“ erfuhr nun eine Neuauflage und ist über
unsere Gesellschaft günstiger zu erhalten.
Anfragen an Herrn Franz Haberhauer. |
