Die ÖDG und ihr Werdegang
Die Österreichisch Dänische Gesellschaft (ÖDG) ist eine Freundschaftsgesellschaft, deren Ziel es ist, die wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Beziehungen zwischen Österreich und Dänemark, sowie die dänische Sprache zu pflegen und zu fördern. Die ÖDG ist im Dachverband aller österreichisch-ausländischen Gesellschaften (Partner aller Nationen PaN) des Bundesministeriums für Bildung und Kunst eingegliedert.
Ursprünglich
wurde die dänische Gemeinschaft in Österreich (DSØ) am 24.11.1960 als
Nachfolger von „Den Danske Klub“ (1921 bis 1938) gegründet. Es waren die
ehemaligen „Wienerbørn = Wienerkinder“, die vor und nach dem 2. Weltkrieg
mit tatkräftiger Unterstützung durch die dänische Gesandtschaft – später
Botschaft – den Verein gründeten. „Wienerkind“ ist ein Synonym für Kinder,
die zwischen 1919 und 1937, dann zwischen 1948 und 1952 – teilweise auch
später – nach den zwei schrecklichen Weltkriegen zur Erholung nach Dänemark
geschickt wurden.
Die
DSØ hat sich zur Aufgabe gemacht, die Freundschaft zwischen Dänen und
Österreichern zu vertiefen. Im Laufe der Jahre wurde diese Aufgabe u.a.
durch regelmäßig abgehaltene Klubabende mit Dänischunterricht, Gesang,
Vorträgen, gemeinsamen Exkursionen, Theater- und Ausstellungsbesuche
erfüllt. Ein eigener Jugendklub brachte junge Dänen und Österreicher
einander näher. Einige dabei entstandene Mischehen waren eine durchaus
angenehme Nebenerscheinung.
Die
DSØ konnte Österreichern zu dänischen Stipendien für ein Studium in Dänemark
verhelfen. Jahrelang führte die DSØ ein eigenes Studentenkonto zur
Unterstützung talentierter dänischer Musikstudenten hier in Österreich und
gab ihnen oft auch die Möglichkeit für einen ersten Auftritt vor Publikum.
Dänischen Musikgruppen wurden Auftrittsmöglichkeiten in Österreich
verschafft. Angeregt von der DSØ entstanden Städtefreundschaften, wie z.B.
zwischen Krems und Ribe.
Die
DSØ lud den damaligen dänischen Ombudsmann Stephan Hurwitz nach Österreich
ein, organisierte seinen Vortrag vor dem österreichischen Parlament und trug
damit wesentlich zur Einführung der Institution „Ombudsmann“ in Österreich
bei. Vorstandsmitglieder des DSØ hatten wesentlichen Anteil am
Zustandekommen des Sozialabkommens zwischen Österreich und Dänemark.
Informationsveranstaltungen mit Vortragenden aus Dänemark oder Österreich,
sowie von dänischen diplomatischen Repräsentanten zu aktuellen Themen über
die gegenseitigen Beziehungen konnten organisiert werden. „Ableger“ des DSØ
in Graz und Salzburg, sowie der regelmäßige dänische Gottesdienst in der
evangelischen Kirche in der Dorotheergasse in Wien sind längst selbstständig
geworden.
1999
arrangierte die DSØ zwei Großveranstaltungen: am 5. Juni „150 Jahre
Dänisches Grundgesetz“ mit einem von etwa 1.000 Menschen besuchten Stadtfest
in Purkersdorf (NÖ), sowie eine Festwoche im September anlässlich „80 Jahre
Aktion Wienerkinder“ mit feierlichem Empfang im Wiener Rathaus und ein
Konzert mit Mitgliedern der Wiener Philharmoniker. Für die Organisation
dieser Festwoche erhielt die DSØ den „PAN-Preis 1999“. Durch Vermittlung der
DSØ kam im April 2002 das Musikkorps der „Königlich dänischen Leibgarde“
nach Österreich und spielte vor dem Herrn Bundespräsidenten und dem
Bürgermeister von Wien, marschierte musizierend durch Wiens Straßen und gab
ein Platzkonzert vor dem Stephansdom. Nach zwei Konzerten in St. Pölten
zusammen mit der NÖ-Militärmusik, musizierten die beiden Orchester in Krems
anlässlich der 30 Jahre dauernden Städtefreundschaft mit der dänischen
Bischofsstadt Ribe, dessen Bürgermeister bei der Feier anwesend war.
Im
Jahre 2004 wurden anlässlich des Jubiläums „85 Jahre Wiener Kinder“ einige
Veranstaltungen organisiert. So gestalteten Kinder der H.C. Andersen Schule
in Wien vor der Votivkirche ein schönes Fest mit dem Titel „Kinder brauchen
Frieden“, wo zum Abschluss 200 Luftballons mit der Aufschrift „Frieden“ in
den Wiener Himmel stiegen. Am Abend wurde im Technischen Zentrum der Bank
Austria eine Festveranstaltung abgehalten, an welcher neben anderen
Ehrengästen der Königlich-Dänische Botschafter, Herr Torben Mailand
Christensen, und die zweite Nationalratspräsidentin Frau Mag. Barbara
Prammer anwesend waren. Im Oktober fuhr noch ein Chor aus Wien (Jugend- und
Erwachsenenchor Mater Salvatoris) nach Dänemark und gab dort unter anderem
auch in der ‚Vor Frelsers Kirke’ in Kopenhagen, im Beisein des
österreichischen Botschafters Dr. Erich Buttenhauser ein sehr gut besuchtes
Konzert.
Am
5. Juni jeden Jahres ist seit 1849 Nationalfeiertag, denn an diesem Tag
wurden den Dänen von König Frederik VII die Grundrechte verkündet. Meistens
organisiert die DSØ am darauffolgenden Wochenende einen Ausflug für seine
Mitglieder.
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Die Präsidenten seit der Gründung der Gesellschaft: |
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Gründungspräsident am |
24.11.1960 |
Henrik Bonde HENRIKSEN |
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Generalversammlung |
1961 |
Dir. Aage Brandsholm |
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15.03.1962 |
Dir. Aage Brandsholm |
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25.03.1963 |
Dir. Aage Brandsholm |
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19.03.1964 |
Dir. Aage Brandsholm |
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1965 |
Erik Andersen |
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1966 |
Erik Andersen |
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17.03.1967 |
Erik Andersen |
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03.1968 |
Erik Andersen |
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03.1969 |
Erik Andersen |
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20.03.1970 |
Freddy V. Iversen |
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26.03.1971 |
Dr. Joseph Simon |
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03.1972 |
Dr. Joseph Simon |
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26.01.1973 |
Erik Andersen |
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22.03.1974 |
Erik Andersen |
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03.1975 |
Freddy V. Iversen,
bei jeder Generalversammlung
wiedergewählt. |
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Bis
zur nächsten Generalversammlung am |
16.03.2005 |
übernahm Vizepräsident Franz Haberhauer
die Geschäftsführung |
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Generalversammlung |
16.03.2005 |
Ingrid Haimböck |
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24.03.2006 |
Ingrid Haimböck |
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11.03.2008 |
Ingrid Haimböck |